Beschäftigte der Metallindustrie fordern 4% mehr Lohn
IG Metall dämpft Furcht vor Preisspirale

Drei Monate vor Beginn der Lohnrunde in der Metall- und Elektroindustrie bemüht sich die IG Metall, die Erwartungen ihrer Basis zu dämpfen. Weder der jüngste Verbraucherpreisanstieg noch eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer seien Anlass zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Lohnpolitik, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann dem Handelsblatt.

dc/doh BERLIN. „Wir haben uns immer für eine mittelfristig orientierte Lohnpolitik stark gemacht, und ich sehe nicht, warum wir davon abweichen sollten“, betonte er. Damit werde es auch künftig „nicht Aufgabe der Tarifpolitik sein, etwa steuerpolitische Entscheidungen zu korrigieren“.

Der von hohen Energiepreisen getriebene Anstieg der Inflation und die politische Debatte über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer hatte bei Ökonomen in jüngster Zeit erhebliche Sorgen ausgelöst. Ein entsprechend starker Anstieg er Verbraucherpreise, so die Sorge, könnte eine Lohn-Preis-Spirale in Gang setzen und die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen zwingen. „Natürlich würden wir die Zinsen erhöhen, sobald die Lohnentwicklung inakzeptabel wäre“, warnte...

 
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