Beschäftigungsabbau verlangsamt
Statistiker sehen keinen Effekt der Minijobs

Die neuen Regelungen zu den Minijobs haben sich bislang noch nicht erkennbar in der Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland niedergeschlagen. „Nennenswerte Auswirkungen der Neuregelung der so genannten Minijobs zum 1. April 2003 auf die Zahl der erwerbstätigen Personen lassen sich derzeit noch nicht erkennen“, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Reuters WIESBADEN. Der für die Jahreszeit typische Beschäftigungsaufbau in Deutschland sei von April bis Juni mit einem Anstieg um 296 000 Personen auf rund 38,1 Mill. Erwerbstätige sogar schwächer als sonst üblich ausgefallen. Allerdings habe sich der seit über einem Jahr andauernde saisonbereinigte Beschäftigungsabbau im zweiten Quartal etwas verlangsamt.

Bei den im Zuge der Hartz-Reform eingeführten Minijobs fallen bis zu einer Einkommenshöhe von 400 € für Arbeitnehmer keine Steuern und Sozialabgaben an, der Arbeitgeber zahlt eine Pauschale von 25 %. Bis 800 € gilt eine so genannte Gleitzone, in der Arbeitgeber die üblichen Sozialbeiträge zahlen, während sie für den Arbeitnehmer langsam ansteigen. Genaue Daten zu den Minijobs werde die Bundesanstalt für Arbeit voraussichtlich erstmals Mitte des vierten Quartals 2003 veröffentlichen, teilte das Statistikamt mit.

Im zweiten Quartal lag die Erwerbstätigenzahl den Statistikern zufolge um 646 000 oder 1,7 % unter dem Wert des Vorjahres. Saisonbereinigt habe sich ein Rückgang zum ersten Quartal um 0,3 % ergeben.

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