Beschlagnahme möglich
Gesetz zum Schutz des Urwalds

Die Bundesregierung will mit einem neuen Gesetz zum Schutz des Urwalds beitragen. In Berlin kündigte Umweltminister Jürgen Trittin Neuregelung an, die Vermarktung und Besitz von illegal geschlagenem Tropenholz verbietet.

HB BERLIN. Illegal geschlagenes Holz und daraus hergestellte Produkte könnten in Zukunft beschlagnahmt werden. Zudem erhielten Abnehmer ein Auskunftsrecht zur Herkunft des Holzes.

Eine entsprechende Regelung hatte zuvor bereits der Bundestag gefordert. „Wir brauchen die Urwälder für unser Klima“, erklärte die SPD-Abgeordnete Gabriele Hiller-Ohm. Jedes Jahr werde eine Waldfläche vernichtet, die halb so groß sei wie Italien. CDU und CSU beharrten in der Parlamentsdebatte trotz grundsätzlicher Übereinstimmung auf ihrem eigenen Antrag zum Schutz der Urwälder, der aber nicht die Zustimmung von Rot-Grün fand. Hiller-Ohm kritisierte, die Union setze auf eine nationale Regelung.

Auch Trittin drängte in diesem Zusammenhang den EU-Ministerrat, zügig eine ähnliche Verordnung zu beschließen: „Am wirksamsten sind Bemühungen zum Urwaldschutz dann, wenn Maßnahmen auf internationaler Ebene, auf europäischer und auf nationaler Ebene zusammenwirken.“

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