Beschlusspapier
CSU will gerettete Flüchtlinge in Afrika absetzen

Geht es nach der CSU, sollen künftig im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nicht mehr nach Europa gebracht, sondern in Afrika abgesetzt werden. Auch den Familiennachzug nimmt die Partei laut einem Medienbericht ins Visier.
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BerlinDie CSU will einem Medienbericht zufolge künftig die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge in Afrika absetzen. "Wir müssen umgehend auch auf der zentralen Mittelmeerroute den Automatismus durchbrechen, dass alle geretteten Menschen nach Europa gebracht werden", zitiert die "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) vorab aus einem Beschlusspapier der CSU-Landesgruppe für die Klausur in der kommenden Woche in Kloster Seeon.

Kooperationen mit afrikanischen Staaten wie Ägypten oder Tunesien sollten den Weg dafür bereiten, die Geretteten in Nordafrika unterzubringen. Wer es auf dem Landweg bis nach Deutschland geschafft habe, solle nur bei eindeutigen Personalien ins Land gelassen werden.

Zudem setze sich die Partei dafür ein, den Familiennachzug bei subsidiär Schutzbedürftigen über das Jahr 2018 hinaus auszusetzen. Das mache der nach wie vor hohe Migrationsdruck nötig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Beschlusspapier: CSU will gerettete Flüchtlinge in Afrika absetzen"

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  • @ Novi Prinz29.12.2016, 11:44 Uhr

    "AFRIKA" ist 84mal so groß wie Deutschland und hat rund 55 Staaten ."

    Ja und in der ganzen Welt soll es mehr als 1 Millarde Menschen geben, die aus ihren Ländern weg gehen wollen.
    Und "diese können wir nicht alle aufnehmen", hatte vor kurzem der Bundesminister für Entwicklungshilfe gesagt.
    Na, so was.

  • Herr Rogalski 12:09 Uhr

    "Man könnte zum Beispiel die Frontex Boote unter der Flagge von Panama fahren lassen."
    Die Umflaggung halte ich auch für die sauberste Lösung. Dann gibt es auf den Booten kein EU-Recht.
    Die Rückführung in die europäischen Enklaven Melilla und Ceuta (Spanisch ?) dürfte größere Probleme bereiten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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