Bildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen
Merkel wieder auf Bildungs-Tour

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt ihre Bildungsreise durch Deutschland fort. Auf dem Programm stand eine Kindertagesstätte in Nordrhein-Westfalen. Die Kanzlerin ist auf der Suche nach "Schnittstellen" zwischen Bildungseinrichtungen und hat im westfälischen Hiddenhausen offenbar eine gefunden.

HB HIDDENHAUSEN. In der Kindertagesstätte (Kita) Buchenhof in Hiddenhausen, Kreis Herford, wurde sie von den Kindern mit einem selbst getexteten Lied empfangen. "Ich interessiere mich für die Schnittstellen in der Bildung", begründete Merkel ihren Besuch in Hiddenhausen. In der Vergangenheit seien die Bildungseinrichtungen oft separiert gewesen. In der Kita Buchenhof sehe man aber, wie Erzieherinnen und Grundschullehrer zusammenarbeiten; die Kita kooperiert mit einer Förderschule. "Das zeigt Engagement, das zeigt Mut, etwas Neues zu wagen", sagte die Kanzlerin. So könne man gemeinsam neue Wege gehen.

Merkel will sich mit dem Besuch von Kindergärten, Schulen und Universitäten in zehn Bundesländern über Probleme und Herausforderungen im deutschen Bildungssystem informieren. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Familienminister Armin Laschet begleiteten die Kanzlerin.

In Nordrhein-Westfalen standen zwei Vorzeigeprojekte auf dem Reiseplan: Die Kita Buchenhof des Diakonieverbundes Schweicheln und die Hauptschule Löhne-West. Die Kita wurde 2007 mit dem Gütesiegel "Familienzentrum NRW" ausgezeichnet. Die Schule war 2005 die drittbeste Hauptschule Deutschlands. 2008 zeichnete die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer die Hauptschule für besondere individuelle Förderung aus.

"Es ist schön, dass durch Merkels Besuch die Aufmerksamkeit auf die Bildung im Vorschulalter gelenkt wird", sagte die stellvertretende Leiterin der Kita, Sabine Horstmann. Die Kindergartenzeit spiele eine große Rolle, werde aber bislang wenig beachtet. Durch den Besuch Merkels könne sich das ändern, hoffte Horstmann. "Es ist eine Auszeichnung und Würdigung, dass die Kanzlerin bei uns ist."

Die Kanzlerin besucht auf ihrer Reise Bildungsseinrichtungen, die sich durch besonders innovative pädagogische Ansätze auszeichnen und als Vorbilder für die Reform des Bildungssystems dienen könnten. Ihre Reise begann am vergangenen Donnerstag und soll in zwei Monaten, pünktlich zum Bildungsgipfel in Dresden, abgeschlossen sein.

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