Bond-Umstrukturierung gesichert
Gläubiger nehmen EM.TV-Rettungsplan an

Der Rettungsplan für das angeschlagene Medienunternehmen EM.TV ist angenommen. Die Gläubiger akzeptierten ihn mit der nötigen Mehrheit.

HB BERLIN. Der Rettungsplan für den Münchener Filmrechtehändler EM.TV steht: Im dritten Anlauf und nach Absenkung der festgesetzten Hürden hat das Unternehmen die Zustimmung der Gläubiger für die Umstrukturierung eines existenzbedrohenden Bonds erhalten. Das teilte EM.TV am Freitag ad hoc mit.

Der Mitteilung zufolge stimmten 94,16 Prozent der Anleihegläubiger für den Plan. Die Gläubiger hätten der Senkung der Quote von ursprünglich 97,5 Prozent zugestimmt, hieß es weiter. Damit hat das Unternehmen bei der Umschuldung des 496 Millionen Euro schweren, zu Boomzeiten des Neuen Markts ausgegebenen Papiers, den entscheidenden Schritt getan.

Der Rettungsplan sieht vor, dass die Gläubiger auf gut die Hälfte ihres Geldes verzichten, dafür aber 60 Prozent von EM.TV erhalten. Zuvor hatte Vorstandschef Werner Klatten bereits angekündigt, über eine Senkung der Zustimmungsquote verhandeln zu wollen.

In der Mitteilung hieß es, dass auch denjenigen Gläubigern, die das Angebot noch nicht angenommen hätten, aus Kulanzgründen die Teilnahme an der Restrukturierung ermöglicht werden solle. Das Ende der Kulanzfrist werde noch bekannt gegeben.

Der Erfolg des Restrukturierungsplans war absehbar: Bereits Anfang Februar hatten sich die EM.TV-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für den Plan ausgesprochen.

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