Bürgerschaftswahl
Bremen-Wahl verläuft schleppend, aber mit Novum für Deutschland

Es ist eine bundesweite Premiere: Erstmals dürfen in Bremen die 16- und 17-Jährigen die Bürgerschaft wählen. Bis Mittag waren nur 20,6 Prozent der Wahlberechtigten an der Urne - deutlich weniger als vor vier Jahren.
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BremenDas Interesse der Wähler an der Bürgerschaftswahl in Bremen ist bisher deutlich geringer als vor vier Jahren. Bis zum späten Nachmittag kletterte die Wahlbeteiligung im kleinsten deutschen Bundesland auf 38,1 Prozent. 2007 waren zu diesem Zeitpunkt bereits 43,0 Prozent der Wähler an die Urnen gegangen, teilte der Landeswahlleiter am Sonntag mit.

 Allerdings hoffen die Organisatoren, dass die bisher geringe Beteiligung durch eine Zunahme der Briefwähler ausgeglichen werden könnte. Hier war das Interesse diesmal deutlich höher als in den Vorjahren. Fast ein Viertel der gut 500.000 Stimmberechtigten hatte Briefwahlunterlagen angefordert. Erstmals überhaupt bei einer Landtagswahl durften in Bremen auch die 16- und 17-Jährigen wählen.

Umfragen sagen der rot-grünen Koalition unter Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) einen klaren Sieg voraus. Die SPD regiert ununterbrochen seit 1947 in dem Zwei-Städte-Staat. Die CDU muss sich auf ein Desaster vorbereiten - erstmals könnten die Grünen die Christdemokraten bei einer Landtagswahl überholen. Auf magere 20 Prozent brachte es die CDU in einer Erhebung für Infratest-dimap, während die Grünen bei 24 Prozent lagen. Sie messe den Umfragen nicht allzu viel Bedeutung bei, ließ die CDU-Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann am Sonntagmorgen durchblicken. "Mich interessieren die echten Stimmen“, betonte Rita Mohr-Lüllmann.

Umfragen zufolge kann das regierende rot-grüne Bündnis unter Bürgermeister Böhrnsen seine Mehrheit auf 60 Prozent ausbauen. Aufgerufen zur Wahl sind rund eine halbe Million Wahlberechtigte, darunter erstmals bei einer Landtagswahl in Deutschland auch die 16- und 17-Jährigen.

Bei der Bürgerschaftswahl 2007 waren SPD und Grüne zusammen auf 53 Prozent gekommen. Der Infratest-Befragung zufolge wäre sogar ein grün-schwarzes Bündnis und damit ein grüner Regierungschef möglich. Die grüne Spitzenkandidatin Karoline Linnert hat allerdings bereits abgewunken und will der SPD treu bleiben.

Die FDP wird voraussichtlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, während die Linkspartei zwar mit Verlusten rechnen muss, aber wohl den Wiedereinzug ins Landesparlament schaffen wird. Die Abstimmung im traditionell links ausgerichteten kleinsten Bundesland spiegelt nach Ansicht von Wahlforschern kaum bundesweite Trends wider.

Und noch etwas ist ganz anders als sonst: Weil sich in Bremen das Wahlrecht geändert hat, werden sich die Fraktionen wohl bis Mittwoch nächster Woche gedulden müssen, bis es ein vorläufiges amtliches Ergebnis vorliegt. Die Bürgerschaft wird über zwei getrennte Listen in Bremen und Bremerhaven gewählt. Für den Einzug ins Parlament reicht es, in einem der beiden Wahlbereiche über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Entsprechend kompliziert ist die Auszählung, die Hochrechnungen sind daher für diesen Wahlabend besonders wichtig.

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  • Das sic hLeistung nicht lohnt, sieht man geau an diesen Ländern. Diese leben nur auf Kosten anderer. Schmarotzerpolitk

  • Bremer vestehen eben, was das bedeutet für Ungemach anderer auch noch seine Stimme abgeben zu müssen.
    Hanseaten eben.

  • Leider tritt "Die Freiheit" erst in Berlin zum ersten Mal zur Wahl an. Es wird sich zeigen , dass diese neue Partei als Regulativ eine absolute Notwendigkeit ist.

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