Bund der Steuerzahler
Frauenfeindliche Steuerformulare

Der Bund der Steuerzahler und die Grünen wollen weniger Diskriminierung auf den Formularen für Steuererklärungen. Männer und Frauen seien nicht gleichberechtigt. Eine Reform des Systems könnte aber vorerst scheitern.
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BerlinDie Grünen und der Bund der Steuerzahler setzen sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit auf Formularen für Steuererklärungen ein. Der Steuerzahlerbund habe dem Bundesfinanzministerium bereits Vorschläge unterbreitet, berichtete der „Tagesspiegel“ (Dienstag). Die Kritiker stört demnach, dass auf dem Hauptvordruck zur Einkommensteuer-Erklärung der Mann zuerst genannt wird, wenn Ehepaare ihre Steuer gemeinsam erklären - auch wenn die Frau mehr verdiene. „Es wird Zeit, dass Frauen auch in den Köpfen von Steuerbeamten gleichgestellt werden“, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Paus der Zeitung.

Verbandspräsident Reiner Holznagel schlug vor, statt Ehemann und Ehefrau Ehepartner A beziehungsweise B abzufragen. So könnten Eheleute selbst entscheiden, wer zuerst eingetragen werde. Da diese Umstellung aber eine Änderung in der Software der Finanzämter nötig machen würde, sei vorerst nicht mit einer Reform zu rechnen, erfuhr der „Tagesspiegel“ aus der Finanzverwaltung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bund der Steuerzahler: Frauenfeindliche Steuerformulare"

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  • Herr Riesener Jr. - 02.05.2017, 13:14 Uhr

    Wer in diesen Zeiten, Zeit für so einen Mist hat und sich um die innere Sicherheit einen Kehricht schert, der verliert zurecht Wählerstimmen und fliegt hoffentlich nach und nach überall raus.
    Die grünen Deutschlandhasser müssen endlich die Quittung bekommen.

  • Endlich sprechen die Grünen ein wichtiges Problem an. Wir müssen diesen Weg weiter gehen: Bei allen computergestützten Briefen muss per Zufallsgenerator bestimmt werden, ob es "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Sehr geehrte Herren und Damen" heißt. Wenn immer dasselbe Geschlecht zuerst genannt wird (wie z.B. auf der wirklich frauenfeindlichen Steuererklärung), wird das unser Land spalten!

    Es ist wirklich sehr schade, dass die Grünen in den Umfragen immer weiter absacken.

    Oder?

  • Herr Michael Müller - 02.05.2017, 12:10 Uhr

    Stimmt, Sie haben recht.
    WEs muss in Zukunft heißen...Sehr geehrte Personen"......der GEnderwahn läßt auch wirklich nichts aus.

    Wen unter den normalen Bürgerpersonen (:-)) interessiert denn wirklich, wer auf dem Steuerformular zuerst genannt wird.
    Das sind doch an den Haaren herbeigezogene Probleme.
    Sollen die Grünnen doch die Umstellung bezahlen.

    In Berlin kostet die Umbenennung von "Stundentenhilfswerk" in "Studierendenhilfswerk" 900 Mio Euro (inzwischen wohl mehr)
    Aber Berlin hats ja, die schwimmen ja im Geld.
    Dazu noch in einen Begriff, der zum Zungenbrecher wird, dümmer gehts nimmer.

    Ich bin auch dafür, dass in Zukunft Männer die Kinder genauso gleichberechtigt bekommen müssen, wie die Frauen. Frauen müssen als Ausgleich im Stehen pinkeln.

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