Bundesbank-Chef
Jens Weidmann besorgt über Haushaltspolitik der Euro-Staaten

Eine Währungsunion kann nur funktionieren, wenn sich alle an die Regeln halten, sagt Jens Weidmann. Doch gerade das befürchtet der Bundesbank-Chef. Er appelliert an die Haushaltspolitik der Euro-Staaten.

BiberachBundesbank-Chef Jens Weidmann befürchtet eine weitere Aufweichung der Haushaltspolitik in den Euro-Staaten. Eine Währungsunion könne zwar auch ohne politische Union funktionieren, sagte Weidmann am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Biberach nahe Ulm. „Das setzt aber voraus, dass die verabredeten Regeln auch eingehalten werden. Hier sehe ich die jüngste Entwicklung mit Sorge“, sagte Weidmann. Der Bundesbankpräsident äußerte sich zudem zurückhaltend zur Stellungnahme des Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof am Mittwoch. Dieser hatte EZB-Chef Mario Draghi in weiten Teilen juristische Rückendeckung für umstrittene Staatsanleihen-Ankäufe gegeben.

Solide Haushalte der Länder seien eine zentrale Voraussetzung für die Stabilität des Euro, sagte Weidmann. Dafür trage...

 
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