Bundesbauministerin
Hendricks fordert jährlich 250.000 neue Wohnungen

Die Wohnungsnot in Ballungsgebieten und Universitätsstädten nehme zu, sagt Bundesbauministerin Barbara Hendricks. Die Mietpreisbremse könne nicht als alleiniges Mittel ausreichen.
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BerlinBundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) sieht wegen der steigenden Mieten in vielen Städten einen Neubaubedarf von 250 000 Wohnungen im Jahr. Die Wohnungsnot in Ballungsgebieten und Universitätsstädten nehme stark zu, sagte sie am Donnerstag nach der Gründung eines Bündnisses für bezahlbares Bauen und Wohnen in Berlin. Ihm gehören Vertreter von Wohnungs-, Bau- und Immobilienwirtschaft an sowie vom Mieterbund, den Kommunen und der Architektenbranche.

Um Abhilfe zu schaffen, müsse mehr Baugrund zur Verfügung gestellt und Brachland erschlossen werden. „Hierin ist eine Aufgabe der Kommunen zu sehen“, sagte Hendricks. Der Deutsche Mieterbund pocht auf den Neubau von einer Million Wohnungen bis Ende 2017, darunter rund 250 000 Sozialwohnungen. Der Bund stellt den Ländern derzeit pro Jahr 518,2 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung.

In den sieben größten Städten stieg die Bevölkerungszahl seit 2007 um rund 330 000, die Zahl der Haushalte um rund 180 000. Das lässt Wohnraum knapp werden - wegen der aktuell äußerst niedrigen Zinsen erwägen viele Bürger zudem einen Wohnungskauf. Im Herbst 2015 soll eine Zwischenbilanz des Bündnisses gezogen werden, viel Hoffnung wird in eine Kommission zur Baukostensenkung gesetzt. Der Städtetag rechnet damit, dass der aktuelle Trend noch länger anhalten wird.

2013 seien 225 000 Wohnungen neu gebaut worden, sagte Hendricks. Die geplante Mietpreisbremse werde den Neubau nicht abwürgen, da sie hierfür nicht gelte. „Es gibt eine erhebliche Binnenwanderung in Deutschland“, sagte Hendricks, zugleich auch viel Leerstand in bestimmten Regionen. Das Bündnis eine die drängende Aufgabe, die Bautätigkeit in Ballungsräumen zu stärken. „Wir brauchen mehr Neubau, eine starke soziale Wohnraumförderung und eine bessere Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte bei den Wohnkosten“, so Hendricks.

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Kommentare zu " Bundesbauministerin: Hendricks fordert jährlich 250.000 neue Wohnungen"

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  • Bemerkenswert ist, dass unter normalen Umständen Wohnungen saniert oder gebaut werden müssten,weil aus den Mietverträgen Gewinne erzeugt werden. Sollte man dem marktwirtschaftlichen Prinzipien trauen dürfen,so kann kein Wohnungsmangel geben sondern es müssten Wohnungen aufgrund des Wettbewerbsund Konkurrenzdrucks leer stehen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, wieeszum Deutschen Wirtschaftswunder kommen konnte. Damals wurden Wohnungen gebaut. Was in unserer Wirtschaftswelt hat sich verändert, dass der Bau von Wohnungen nicht mehr angemessen erfolgt?

    In diesem Zusammenhang fällt mir auch ein,dass die Übergangsregierungen von kapitalistischen zu sozialistischen aber auch umgekehrt von sozialistischen zu kapitalistischen Sytemen mit dem Wohnungsbauu und der Grundversorgung der Bevölkerung beginnen. Ganz entscheidend ist an dieser Stelle allerdingsder Wohnungsbau. Beiden Systemen gehtmittlerweile die Puste aus. Es fehleneinfach die Argumente umdiesem oder jenem System beizupflichten.

    Ich habe meinen Standpunkt nichtgeändert, dass wir die Steuern anheben sollten und zwar massiv.Ist die Wirtschaft dabei neue Dynamik zu entfalten,so können die Steuern wieder gesenkt werden. Dieser Schritt zur Steuererhöhung ist allerdings nur in den Systemen möglich, in denen die Wirtschaft Fahrt aufgenommen hat. Das private Vermögen wird dann verspätet in den privaten Händen ankommen, was aber grundsätzlich besser sein dürfte,als das schnelle Geld aufzuzehren,um dann erneut aus dem ohnehin schon geplünderten Staatssockerl schöpfen zu müssen.

    Was auffällig ist, ist eben, dass der Stimulus in der Bauwirtschaft fehlt. Undganz besonders im Wohnungsbau und in den öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Nahverkehrssytemen.

    Ich teile die Auffassung von Frau Hendricks also, dass schneller zu einerLösung gefunden werden muss. Bei Sim City bautman auch erst Wohnungen und dann dasIndustriegebiet oder das Gerbegebiet. Ein logischer Schluss.

  • Mir geht diese sogenannte Regierung und vor allem diese durch und durch DDR-Kanhzlerin ebenfalls extrem auf den Geist.
    Bei uns wird alles schlechter für den Normalbürger und die schmeißen mit dem Geld nur so um sich.
    Die kauen sich ja sogar ihre Handys und Fellfederhalter auf Steuerzahler Kosten
    Es kann einem nur noch schlecht werden

  • Diese so genannte Regierung geht mir so was auf den ...

    Einfache Rechnung:
    Zuzug von Einwanderern in die sozialen Sicherungssysteme stoppen
    + Neubauten nur im Austausch gegen abzureißende Altbauten genehmigen
    + Bundesregierung durch kompetente Fachkräfte ersetzen
    + Familienförderung einstellen
    + zulässige Wohnfläche pro Einwohner begrenzen (50 m² für 1 Person, zusätzlich 20 m² für jede weitere Person bzw. 10 m²für Kinder bis 14 Jahre, kräftige Mehrnutzungsabgabe für jeden übersteigenden Quadratmeter einführen)
    = keine neuen Wohnungen nötig, da keine entsprechende Nachfrage

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