Bundesentwicklungsminister
Deutschland schickt Hilfskonvoi in Ostukraine

Mehr als 100 Lastwagen sollen Hilfsgüter in Krisengebiete der Ostukraine bringen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller selbst will die Güter vor Ort in Empfang nehmen - eine Reise, die für Verwunderung sorgt.
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BerlinDie Bundesregierung will den Menschen im umkämpften Osten der Ukraine vor dem nahenden Wintereinbruch umfangreiche Hilfen zukommen lassen. Bis Mitte Oktober sollen mehr als hundert Lastwagen aus ganz Deutschland Hilfsgüter in das Konfliktgebiet bringen, wie das Bundesentwicklungsministerium am Samstag in Berlin mitteilte.

Demnach bringt der Konvoi unter anderem mobile Unterkünfte und Küchen, Heizgeräte, Generatoren, Kleidung, Betten und Hygieneartikel im Wert von rund zehn Millionen Euro zu den Menschen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erklärte, der Konvoi sei ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Die Aktion ist dem Ministerium zufolge mit der ukrainischen Regierung in Kiew abgestimmt.

Die Lastwagen sollen demnach am Dienstag gemeinsam die polnisch-ukrainische Grenze bei Jagodin überqueren und anschließend ein Verteilzentrum in Kiew ansteuern. Dort sollen die zum Teil in der Ukraine gekauften Waren auf den Lkws verteilt werden. Das meiste sei für die Städte Charkiw, Slawjansk, Mariupol, Saporischija und Dnepropetrowsk bestimmt.

Das Ministerium kündigte an, Müller werde einen Teil der Lieferungen am 14. Oktober persönlich in Charkiw übergeben. Nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins Spiegel wurde Müllers persönliches Erscheinen im Bundesinnenministerium als Inszenierung kritisiert.

Wie der Spiegel am Samstag vorab berichtete, herrscht auch im Außenministerium Verwunderung, weil humanitäre Hilfen eigentlich in die Zuständigkeit des Außenministeriums fielen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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