Bundesinnenminister
Schäuble lässt politische Zukunft offen

Nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die Union gute Aussichten, bei künftigen Bundestagswahlen wieder auf ihre Zielmarke von 40 Prozent plus X zu kommen. Schäuble meint auch die Ursache für das schlechte Abschneiden der Union ausgemacht zu haben. Zu seiner eigenen politischen Zukunft wollte er sich jedoch nicht äußern.

BERLIN. "Wenn man das hervorragende Abschneiden von CDU und CSU bei den Erststimmen ansieht, sind wir davon gar nicht so weit entfernt", sagte Schäuble dem Handelsblatt. Das vergleichsweise enttäuschende Abschneiden der Unionsparteien bei der Bundestagswahl führte Schäuble auf die große Koalition zurück. "Wir waren uns alle bewusst, dass man für die große Koalition einen Preis zahlen muss", sagte der Innenminister, der auch dem CDU-Präsidium angehört. "Trotzdem gab es seit 1990 nicht mehr eine so klare Mehrheit für schwarz-gelb", so Schäuble weiter.

Als Ursache der Ergebnisse der CDU in Baden-Württemberg, wo die Partei gerade noch 33 Prozent erreichte, sieht der aus Baden-Württemberg stammende CDU-Politiker die Historie des Landes und nicht die Führungsschwäche von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). "Dort ist die Lage schon deshalb eine besondere, weil es sich traditionell um ein Land mit liberaler Tradition handelt", sagte Schäuble.

Die Aufarbeitung der schweren CSU-Verluste in Bayern, will Schäuble der Schwesterpartei überlassen. "Die CSU wird ihr Wahlergebnis am besten selbst interpretieren", sagte Schäuble dem Handelsblatt.

Seine eigene politische Zukunft ließ Schäuble offen. "Jetzt verhandeln wir erstmal den Koalitionsvertrag. Und dann wird über das Personal geredet."

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