Bundeskartellamt verbucht Erfolge
Front der Gaspreistreiber bröckelt

Das Bundeskartellamt hat zwei weitere Gaslieferanten dazu gebracht, auf Preiserhöhungen zu verzichten.

HB BONN. Die Mitgas (Mitteldeutsche Gasversorgungs GmbH, Gröbers), die zuletzt am 1. Januar die Gaspreise erhöht hatte, habe den Verzicht auf weitere Preiserhöhungen bis zum 1. Oktober zugesagt, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag in Bonn mit. Auch die SWU Energie GmbH aus Ulm werde trotz eigener Bezugskostensteigerung bis zum 30. September die Preise nicht anheben.

Zum 1. Oktober werde die MITGAS maximal die zu diesem Zeitpunkt anfallenden eigenen Bezugskostenerhöhungen an die Haushalts- und Kleingewerbekunden weitergeben, hieß es. Zudem werde das Unternehmen ab dem 1. Mai ein neues im Vergleich zum „Classic“-Tarif günstigeres Produktpaket mit zweijähriger Laufzeit einführen.

Die SWU will ihre neuen Tarife ab 1. Oktober an den eigenen Kostensteigerungen orientieren. Sie gewähre dabei jedoch einen Abschlag von 0,1 Cent pro Kilowattstunde, hieß es weiter. Zudem wird sie von Oktober an ein ebenfalls günstigeres Festpreis-Produkt einführen. Im Fall der SWU war das Kartellamt von einer missbräuchlichen Preisgestaltung ausgegangen, da die Gaspreise des Unternehmens um bis 19 Prozent über den Angeboten von Vergleichsunternehmen lagen.

Damit haben vier der fünf im Dezember 2004 angestrengten Verfahren gegen Gaslieferanten Erfolge gebracht. Das Verfahren gegen die MVV Energie AG (Stadtwerke Mannheim) hatte an die zuständige Landeskartellbehörde Baden-Württemberg weitergeleitet werden müssen, die die Prüfung mit der Begründung einstellte, die MVV habe nur höhere Gasbezugskosten weitergeleitet.

Das später eingeleitete Verfahren gegen die Rhenag Rheinische Energie AG in Siegburg ruhe derzeit, hieß es in der Mitteilung. Noch nicht abgeschlossen sei das ebenfalls 2005 angestrengte Verfahren gegen die RWE Westfalen-Weser-Ems AG, Dortmund.

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