Bundesregierung
Kein Anlass für EHEC-Krisenstab

Wegen der rasanten Ausbreitung des Darmbakteriums EHEC spricht die Bundesregierung von einer bedrohlichen Situation. Dennoch hält sie einen Krisenstab für unnötig.
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BerlinVerbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat angesichts der EHEC-Infektionswelle von einer "bedrohlichen Situation" gesprochen. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) betonte am Mittwoch in Berlin: "Deswegen ist besondere Vorsicht geboten." Aigner und Bahr wiesen darauf hin, dass die Fachleute vom Robert Koch-Institut mit Hochdruck die Hintergründe untersuchten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir bald näher eingrenzen können, wo die Ursache liegt", sagte Aigner. Auch Bahr äußerte sich dazu optimistisch. RKI-Chef Reinhard Burger hatte hingegen am Mittwochmorgen am Rande des Bundestags-Gesundheitsausschusses gesagt, möglicherweise finde man überhaupt keine eindeutige Quelle.

Beide Minister riefen alle Bürger dazu auf, besonders auf die Einhaltung von Hygieneregeln zu achten. "Obst und Gemüse sollten intensiv gereinigt werden", mahnte Bahr. "Wenn es erste Anzeichen von blutigem Durchfall gibt, sollten die Bürgerinnen und Bürger schnell einen Arzt aufsuchen." Dem Vorschlag des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, einen Krisenstab einzurichten, erteilten Aigner und Bahr eine Absage. Dafür gebe es keinen Anlass.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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