Bundestags-Innenausschuss beschäftigt sich mit dem Thema
CDU rügt Hohmann wegen "antisemitischer Rede"

Der CDU-Bundesvorstand hat die antisemitischen Äußerungen des hessischen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann verurteilt und den Politiker gerügt. Die Staatsanwaltschaft Fulda prüft eine Strafanzeige gegen Hohmann.

HB BERLIN. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel sagte am Montag nach einer Vorstandssitzung ihrer Partei, das Gremium habe in einer sehr einmütigen Diskussion „die unerträglichen Äußerungen von Herrn Hohmann verurteilt“. Die Äußerungen stünden im Widerspruch zu den Grundüberzeugungen der CDU. „Der Bundesvorstand rügt ausdrücklich diese Rede“ und erwarte, dass sich solche Äußerungen nicht wiederholten. Es gebe Gespräche darüber, dass Hohmann sein Fraktionsamt als Berichterstatter für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter niederlege. Sollte Hohmann seine Äußerungen wiederholen, müsse er mit weiter reichenden Konsequenzen rechnen.

Die Union hat bereits angekündigt, Hohmann von seinem Amt als Berichterstatter für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter entbinden zu wollen.

Die Antisemitismus-Affäre um Hohmann wird auch den Bundestags-Innenausschuss beschäftigen. Dies teilte die Ausschuss-Vorsitzende, Cornelie Sonntag-Wolgast (SPD), am Montag in Berlin mit. Das Gremium, dessen Mitglied Hohmann ist, kommt am Mittwoch zu seiner nächsten Sitzung zusammen.

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