AfD-Chef Lucke
Keine Zusammenarbeit mit Euro-Rettungsparteien

Die Euro-Kritiker von der Alternative für Deutschland hoffen nach wie vor auf einen Bundestag-Einzug. Mehrheitsbeschaffer wolle man aber nicht werden – Kooperation mit Euro-Rettungsparteien schließt der Partei-Chef aus.
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DüsseldorfBei einem Einzug in den Bundestag will die Alternative für Deutschland (AfD) auf keinen Fall mit Parteien zusammenarbeiten, die an der Euro-Rettungspolitik festhalten. Eine Abkehr vom Rettungskurs wäre für seine Partei Grundvoraussetzung für jede Kooperation, sagte Parteichef Bernd Lucke am Montag in Düsseldorf. „Mehrheitsbeschaffer sind wir überhaupt nicht.“

In Meinungsumfragen wird die eurokritische Partei derzeit nur bei 3 Prozent gesehen. Lucke zweifelte diese Daten an. In Wahlbörsen und Prognosen, die auch Wählermeinungen in sozialen Netzwerken berücksichtigten, schneide die AfD deutlich besser ab.

Nach den Attacken auf ihn und andere Mitglieder der AfD setzt Lucke in den letzten Wahlkampfwochen verstärkt auf das Thema Innere Sicherheit. Es könne nicht sein, dass der Staat autonome Gruppen und kriminelle Strukturen dulde, obwohl sie wiederholt durch Straftaten auffielen, kritisierte er. Darauf müsse auch mit Verboten reagiert werden, etwa bei randalierenden Rockerbanden wie den Hells Angels.

Um ihre Euro-Kritik zu untermauern, will die AfD notfalls über den Klageweg beweisen, dass ein Ausstieg südeuropäischer Staaten aus dem Euro durchaus auch von staatlichen Institutionen erwogen werde. Die Bundesbank habe entsprechende Szenarien durchgerechnet, halte diese Informationen aber unter Verschluss, sagte Lucke.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " AfD-Chef Lucke: Keine Zusammenarbeit mit Euro-Rettungsparteien"

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  • Sind sie etwa ein Berufsschreiberling bezahlt von....
    Wenn die AfD die Alternative für Deppen wäre, wie schon mehrmals Ihre Latrinenparole wiederholten, hätten Sie sicher schon ein Parteibuch.

  • Es wäre schön, wenn die Medien mal stärker darauf eingingen, wie sehr die AfD physisch angegriffen und bedroht wird. Und von wem? Von den Menschen, denen unsere Demokratie, also Deutschland, es ermöglicht ihre Meinung frei zu äußern. Wie kann es sein, dass sie die Grundrechte - leider im wahrsten Sinne des Wortes - mit Füßen trefen? Hat sich eine/r von diesen Linken? Chaoten? Berufsgegnern schon einmal die Mühe gemacht, das Wahlprogramm zu lesen bzw. einer Rede zuzuhören? Wohl kaum. Denn sonst hätte zur Kenntnis genommen werden müssen, dass diese neue Partei sich für Beibehaltung des Asylrechts für politisch Verfolgte, ein schnelleres Asylverfahren, Zuwanderung nach kanadischem Modell und Rausschmiss aus der Partei bei anti-islamischen bzw. -semitischen u.ä. Äußerungen ausspricht.
    Ich bin auch entsetzt, dass die meisten Medin fast gar nicht über diese Vorkommnisse berichten und über die Partei insgesamt sowieso recht wenig - und wenn dann eher in dem Tenor, wer von den Mitgliedern früher bei den Reps bzw. der Freiheit war. Von den bereits 11.000 Mitgliedern ist das aber eine Minderheit!! Außerdem kann man seine Meinung im Laufe eines Lebens doch ändern - oder? Und dies schreibt ein Nicht-AfD-Parteimitglied, eine der Lügen überführten etablierten Parteien, denen es doch nur um Posten und Machterhalt geht, überdrüssigen zur Nichtwählerin mutierenden ehemaligen Rot-Grün-Wählerin!!

  • Ich wähle Afd weil ich die D-Mark wieder möchte.Ohne Stasi-Merkel geht es uns besser.
    Utex63

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