Zum Bundestagswahl 2017 Special von Handelsblatt Online

Bundestagswahl 2017
Forscher halten schwarz-gelben Wahlsieg für wahrscheinlich

Angela Merkel soll nach der Bundestagswahl einer Umfrage zufolge wieder Kanzlerin werden. Politikwissenschaftler sagen ein Bündnis aus CDU und FDP voraus. Ein Jamaika-Bündnis sei rechnerisch auch möglich.
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BerlinKanzlerin Angela Merkel (CDU) kann nach Berechnungen von Politikwissenschaftlern nach der Bundestagswahl voraussichtlich mit der FDP in einem schwarz-gelben Bündnis regieren. Für Schwarz-Gelb sei ein Zweitstimmenanteil von 49,4 Prozent zu erwarten, geht aus der Erhebung von Thomas Gschwend von der Universität Mannheim und Helmut Norpoth von der Uni Stony Brook in New York hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Auch eine Neuauflage der großen Koalition oder ein Jamaika-Bündnis von Union, FDP und Grünen seien rechnerisch möglich. Selbst Schwarz-Grün räumen die Forscher gute Chancen ein.

Umfrage-Institute hatten zuletzt neben einer großen Koalition nur einer Jamaika-Koalition eine stabile Mehrheit vorhergesagt. Dass Merkel einen komfortablen Wahlsieg mit unterschiedlichen Koalitionsoptionen erwarten darf, liegt laut den Wissenschaftlern vor allem an ihrer Popularität im Vergleich mit SPD-Herausforderer Martin Schulz.

Die Professoren nutzen für ihre Prognose eine eigene Formel, das sogenannte Kanzlermodell. Die Berechnung bezieht vor allem drei Faktoren ein: die Popularität der Amtsinhaberin oder des Amtsinhabers in Umfragen, den langfristigen Rückhalt der Parteien bei den vorherigen Bundestagswahlen sowie den „Abnutzungsprozess“ des Amtsinhabers anhand der absolvierten Amtsperioden.

Mit Hilfe statistischer Verfahren berechnen Gschwend und Norpoth, wie das Zusammenwirken der drei Faktoren zu gewichten ist und wie sie sich auf die Stimmabgabe auswirken. Die Formel hatte vor 15 Jahren erstmals funktioniert, als sie entgegen den Umfragen die Wiederwahl von Rot-Grün unter Gerhard Schröder exakt vorhersagte. Es gab allerdings nach der Wahl 2005 auch Kritik an der Methode.

Dass Union und FDP gemeinsam regieren können, ist den Politologen zufolge zu 88 Prozent sicher. Die Forscher hatten ihre Ergebnisse bereits Anfang August veröffentlicht und nun mit aktuellen Beliebtheitswerten Merkels aktualisiert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundestagswahl 2017: Forscher halten schwarz-gelben Wahlsieg für wahrscheinlich"

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  • Daneben gibt es in der WiWo einen weiteren Artikel, der sich mit dem Interview von Herrn Otte (der in der CDU bleibt und dennoch aus Gewissengründen AfD wählt).

    http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2017/reaktionen-auf-das-otte-interview-die-afd-ignorieren-oder-mit-ihr-sprechen/20330448.html

    Dieser Artikel ist in weiten Teilen sehr sachlich. So sachlich sollten Reporter des HB sein.

    Stattdessen wird so ein „tendenziöser“ Artikel mit Mutmaßungen der „Wirtschaft“ veröffentlicht, den ich überhaupt zu lesen erspart habe.

  • Zum 2. Mal berichtet die Wirtschaftswoche davon, dass Merkel vor dem Abgas -Untersuchungsausschuss wohl nicht die Wahrheit gesagt hat.

    Hier im HB findet man dazu kein Sterbenswort. Weil es dieser Merkel etwa Stimmen kosten könnte?

    Oder gibt es einfach keine Fans der Grünen im HB sondern nur Meinungsmacher zur AfD im Sinne aller System-Parteien?

    http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/abgasskandal-merkel-der-lange-arm-betruegerischer-autobauer/20330284.html

    Im Artikel liest man auch, dass das Kanzleramt nur Wahlkampfantworten gibt. Ja oder Nein kann man dort entweder nicht sagen oder hat diese Worte aus dem Sprachschatz verbannt.

  • Zu der neuen „empörenden Meldung“ zu Frau Weidel muss ich noch nachtragen:

    Wie immer eine in den Raum gestellte Behauptung. Beweise wie immer Fehlanzeige.

    Getreu dem Motto: Egal ob es stimmt, nur oft genug wiederholen – dann bleibt schon was hängen.

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