Bundeswehr
Terrorverdacht gegen Soldaten

Die Polizei hat einen Soldaten der Bundeswehr festgenommen. Der 28-Jährige soll eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben – und ließ sich als Flüchtling registrieren.
  • 24

Frankfurt/MainEin Bundeswehrsoldat soll sich als syrischer Flüchtling ausgegeben, unter falschem Namen Asylbewerberleistungen bezogen und einen Anschlag geplant haben. Dem 28 Jahre alten deutschen Oberstleutnant sei in dem Asylverfahren sogar subsidiärer Schutz zuerkannt worden, berichtete die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Donnerstag. Er habe deshalb auch eine Unterkunft in einem bayerischen Flüchtlingsheim bekommen und neben seinem Sold unter dem falschen Namen auch Geld. Die Ermittler gehen in diesem äußerst ungewöhnlichen Fall von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.

Der am Mittwoch bei einem Bundeswehr-Lehrgang im unterfränkischen Hammelburg festgenommene Offenbacher sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußerte er sich vor dem Haftrichter nicht. Der Fall soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag Thema im Parlamentarischen Kontrollgremium sein.

Der Fall wirft nach Ansicht des Wehrbeauftragten kein gutes Licht auf die Truppe. Alles, was Soldaten verbotenerweise tun würden, mache die Bundeswehr nicht gerade attraktiver, sagte Hans-Peter Bartels der dpa. „Fremdenfeindlichkeit, die wir in der Gesellschaft haben, werden wir ganz bestimmt auch in der Bundeswehr finden. Soldaten unterliegen aber besonderen Anforderungen. Sie sollen für die freiheitliche Grundordnung einstehen.“ SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold forderte Aufklärung durch die Behörden. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, mahnte in der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Es muss dringend geklärt werden, ob in der rechten Szene gezielt Anschläge geplant werden, um sie Geflüchteten in die Schuhe zu schieben.“

Der 28 Jahre alte Soldat war im französischen Illkirch stationiert. Aufgefallen war er bereits vor fast drei Monaten auf dem Flughafen Wien, weil er eine Pistole in einer Toilette vor den Sicherheitskontrollen auf dem Flughafen versteckt hatte. Als er die Waffe aus ihrem Versteck in einem Putzschacht holen wollte, war er am 3. Februar von den österreichischen Behörden vorübergehend festgenommen worden. Für die Waffe, die er nach dpa-Informationen nicht von der Bundeswehr hatte, besaß der Soldat keine Erlaubnis. In U-Haft kam der Oberleutnant in Österreich nicht: Üblicherweise werde so eine Tat mit einer Geldstrafe geahndet, zumal der Mann unbescholten gewesen sei, teilte die Staatsanwaltschaft in Korneuburg mit.

Seite 1:

Terrorverdacht gegen Soldaten

Seite 2:

Als syrischer Flüchtling ausgegeben

Kommentare zu " Bundeswehr: Terrorverdacht gegen Soldaten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Man ist nur noch fassungslos was berliner linke Politik verursacht hat in D.
    Staatsversagen auf allen Ebenen und die Medien singen dieses M-Lied immer noch mit.
    Dieser Fall zeigt wie der deutsche Steuerzahler und nur er am Nasenring von den Gästen durch seine Heimat gezogen wird.
    Deutsche Merkel-Politik hat sich abgemeldet und verarscht ,so hart muß man das sagen dürfen, den Bürger der noch jeden morgen fleißig zur Arbeit geht.
    Für deutsche Bürger war nie Geld da und wird kein Geld da sein, er hat zu arbeiten Steuer zahlen ,Klappe halten und links wählen, damit Frau Merkel weiter Bereichungszugereiste einladen kann.
    Es langt und die letzten freien Medien sind gefordert, das in allen Bereichen offen dem Bürger zu sagen, damit er am 24.917 weiß was er wählen muß, bevor wir eine DDR 2 im schwarzen orientalischen Ornat haben!!!

  • Die Kommentarspalten aller Zeitungen zeigen, dass der Großteil des Volkes immer noch nicht das Ausmaß der Verarsche erkannt haben. Es gab eine Zeit, da wurde jeder (!!!) als Syrer anerkannt, der sich selbst als Syrer ausgab - auch, wenn sich die Beamten sicher waren, dass er kein Syrer war. Und soviel hat sich daran bis heute nicht geändert. Versteht Ihr das nicht? Wir gehen wegen GEZ in den Knast und Knöllchen werden gepfändet, während die ganze Welt unter der Bezeichnung "Syrer" bei uns prächtig leben kann. Wann kapiert ihr das endlich?
    (Mein Freund ist Leiter einer Ausl.behörde - was er erzählt ist einfach unglaublich. Auch damals berichtete er das schon - dass der Grossteil der Syrer keine Syrer sind....). Und jetzt tut das System heuchlerisch überrascht - obwohl es diese Anweisungen selbst erteilt hat (Selbsdeklaration). Der Oltn. wollte dieses System aufdecken (danke!). Dann hat sich wohl weiter radikalisiert - verständlich.

  • Jetzt fehlt noch ,dass Herr Assat als Hauptmann von Köpeleppo die Befehlsgewalt
    der Bundeswehr im außereuropäischen Raum übernimmt. IKEA =alles ist möglich !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%