Deutschland
Clement fordert von Industriestaaten mehr Rücksicht auf Entwicklungsländer

Bundeswirtschaftsminster Wolfgang Clement (SPD) hat die Industriestaaten aufgefordert, sehr viel stärker als bisher die Anliegen der Entwicklungsländer berücksichtigen.

HB BERLIN. "Die Welthandelsrunde muss einen Beitrag leisten, um die Situation vor allem der schwächsten Entwicklungsländer zu verbessern." sagte Clement dem Handelsblatt (Montagausgabe) vor Beginn der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation in Cancun (Mexico). Die EU habe mit der Reform ihrer Agrarpolitik, die eine Entkoppelung von Produktion und Förderung vorsieht, bereits den größten Stolperstein aus dem Weg geräumt, sagte Clement weiter. Weitere Fortschritte beim Subventionsabbau und Marktzugang könnten nur im Konsens erzielt werden.

Es zeuge nicht von Doppelmoral, wenn die Entwicklungsländer aufgefordert werden, ihre Grenzen zu öffnen mit dem Argument, ihr dürft die Fehler der Industrieländer nicht wiederholen. "Anders als viele Kritiker ist für mich die Marktöffnung die wichtigste Voraussetzung für eine Verbesserung der Situation der Entwicklungsländer. Ich plädiere dabei für eine stufenweise Heranführung an den Welthandel." Nach Auffassung Clements müssten auch die Entwicklungsländern Interesse an einem Erfolg in Cancun haben. Von einem florierenden Welthandel könnten die Entwicklungsländer mehr profitieren als allein von Entwicklungshilfe.

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