CSU-Abfuhr
„Wir haben für Guttenberg keine vakanten Stellen“

Karl-Theodor zu Guttenberg sorgt für heftigen Ärger in der CSU. Die Tür für eine schnelle Rückkehr in ein Parteiamt scheint verschlossen. Das heizt Spekulationen über die Gründung einer Guttenberg-Partei an.
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Berlin/AussigDie CSU-Parteispitze hat mit großer Verärgerung auf kritische Bemerkungen Karl-Theodor zu Guttenbergs über den Zustand der Partei reagiert. „Die Parteienkritik von Karl-Theodor zu Guttenberg liegt völlig daneben“, sagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am Donnerstag am Rande seiner Tschechien-Reise in Aussig (Ústí nad Labem). „Es ist kein guter Stil, wenn alles und jeder herabgesetzt wird, um selbst erhöht zu werden.“ Seehofer bat Guttenberg, die „Wortgirlanden zu beenden“ und Rücksicht zu nehmen auf die Tausenden, die sich in deutschen Parteien täglich engagierten für die Zukunft des Landes.

Guttenberg hatte der CSU in der „Zeit“ den Anspruch abgesprochen, eine Volkspartei zu sein, und Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen lassen. Auch der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber zeigte sich auf N24 verärgert über Guttenberg. Er habe „wenig Verständnis dafür, wenn er mehr oder weniger als Entree für die Rückkehr in die Politik in Deutschland zunächst einmal die handelnden Personen mit Kritik überzieht“. Wer Solidarität brauche, sollte sich zunächst einmal mit konstruktiver Mitarbeit hervortun. „Und die würde ich auch meinem Freund Karl-Theodor sehr empfehlen.“

Zu einem möglichen Comeback Guttenbergs sagte Huber: „Karl-Theodor zu Guttenberg kann sich in der eigenen Partei jederzeit wieder um ein Mandat bewerben. Aber es ist nicht so, dass wir einen Thron frei halten.“ Sowohl in der Bundesregierung als auch in Bayern sei „kein Posten unbesetzt“. Huber betonte: „Wir haben keine vakanten Stellen.“

Im „Zeit“-Interview fragt Chefredakteur Giovanni di Lorenzo den mit seiner Familie in die USA gezogenen Guttenberg, ob dieser sich vorstellen könne, für eine andere politische Partei anzutreten. Darauf antwortet Guttenberg, dass er „zurzeit“ Mitglied der CSU sei. Auf die Frage, ob die Betonung auf dem Wort „zurzeit“ liege, antwortete er: „Dabei möchte ich es bewenden lassen. Nicht jede Betonung muss bereits eine Drohung sein.“

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Guttenberg kokettiert mit eigener Partei

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  • Dieser Blender sollte besser dauernd im Ausland bleiben, wir brauchen hier solide Arbeiter.

  • Auch in der Politik sollte es einen Ehrenkodex geben, der verhindert, dass Politikern, die gefehlt haben, die Bürger getäuscht haben und zudem mit der Unwahrheit vertuschten, ein Persilschein ausgestellt wird. Denn über der Sympathie für jemanden, auch wenn er seine Fehler eingesteht, stehen die Moral und die Glaubwürdigkeit. Aber die Empörung ist mittlerweile abgeflaut. Jetzt hat uns wieder der politische Alltag im Griff und Deutschland wäre zurzeit froh wenn man nur eine Plagiatsaffäre zu bewältigen hätte. Aber das meiste Unglück bei einem Menschen kommt immer auf die Rechnung der eigenen Schwäche. Und seine Schwäche war, dass er sich sowohl in der Kundus-Affäre, als auch im Plagiats-Fall auf schlechte Berater verließ und die Signale falsch deutete. Er sollte sie nicht wiederholen.

  • Hier scheinen irgendwie viele sich nicht ganz auszukennen, wie es so abläuft bei eingereichten Dissertationsarbeiten. Die werden zuerst von Wimis (wissensch. Mitarbeiter) und dann vom Dr.-Vater.
    Also es gehören immer zwei zum Schummeln. Die Frage warum der Dr.-Vater diese Arbeit hat durchgehen lassen müßte auch mal gestellt werden.
    Im übrigen hat Guttenberg Scheiße gebaut ja, aber er hat das Volk nicht geschädigt.
    Die derzeitigen Politiker aber schädigen mit ihrer verheerenden Politik das Volk
    Und warum man Guttenberg wegen der Schummelei schon fast wie einen Schwerkriminellen brandmarkt, erschließt sich mir nun auch nicht
    Eingie tun ja so als wäre er ein Mörder oder Kidnerschänder und gehöre weg gesperrt.
    Also Leue, bleibt mal auf dem Teppich
    Im übrigen kam es gestern schon in den Nachrichten, dass Guttenberg zusammen mit andren wohl eine neue Partei gründen will und zwar eine Partei der bürgerlichen Mitte und so eine Partei braucht dieses Land ganz dringend.
    Politologen sagen dieser Partei eine Zustimmung von mindestens 15% aus dem Stand vorraus

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