CSU-Generalsekretär macht Schröder für Stärkung der Linkspartei verantwortlich
Merkel lehnt Wahlkampfhilfe für FDP ab

Die FDP kann nach den Worten der Unions- Kanzlerkandidatin Angela Merkel nicht mit Wahlkampfhilfe ihres Wunsch-Koalitionspartners rechnen.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Eine Leihstimmenkampagne werde es nicht geben, sagte Merkel der "Welt am Sonntag". "Die FDP muss für sich kämpfen. Wichtig ist am Ende, dass wir zusammen gewinnen." Auch habe die FDP kein natürliches Anrecht auf das Amt des Außenministers. "Es gibt, wie jeder weiß, historische Gewohnheiten. Aber angesichts der völlig veränderten Lage in der Politik gibt es immer weniger Erbhöfe."

Merkel verteidigte ihren Entschluss, sich auf nur ein Fernsehduell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) einzulassen. "Ich mache meine Dinge so, wie ich es will, und Herr Schröder muss sich daran gewöhnen, dass er mit der Union nicht so verfahren kann wie mit seiner Partei." Deshalb werde sie auch die Spitzenkandidatenrunde im ZDF besuchen. Merkel: "Im übrigen will ich auch mit denjenigen diskutieren, die in der SPD auch nach dem Wahltag noch etwas zu sagen haben. Das ist bei Herrn Schröder nicht der Fall."

CSU-Generalsekretär Markus Söder warf Schröder unterdessen vor, von "seiner Erfolglosigkeit im ökonomischen Bereich und seiner persönlichen Verantwortung für das Erstarken der politischen Ränder abzulenken". Der Kanzler habe die Stärkung der Spitzenkandidaten der Linkspartei, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, erst möglich gemacht, sagte Söder in München. Sollte Schröder Kanzler bleiben, berge dies "die Gefahr einer politischen und wirtschaftlichen Destabilisierung Deutschlands", warnte der CSU-Politiker.

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