CSU
Pauli räumt „Übernahme“ der Ehe-auf-Zeit-Idee ein

Die Fürther Landrätin und Kandidatin für den CSU-Vorsitz, Gabriele Pauli, hat bestätigt, dass sie ihren umstrittenen Vorstoß für eine Ehe auf Zeit von einem Kabarettisten übernommen hat. Die Idee hatte in der Partei für beträchtlichen Wirbel gesorgt – CSU-Chef Edmund Stoiber fand sie so exotisch, dass er Pauli den Austritt nahelegte.

HB MÜNCHEN. Der Vorschlag stamme ursprünglich von dem Kabarettisten Erwin Pelzig alias Frank-Markus Barwasser, gab Pauli am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“ zu. „Das ist seine Idee gewesen“, sagte Pauli. Pelzig verpacke sehr fortschrittliche Gedanken in „diese bayerische Art“.

Pauli hatte vorgeschlagen, Ehen auf sieben Jahre zu befristen. Ohne eine erneute Bestätigung würde der heutige Bund fürs Leben dann automatisch auslaufen. In ihrer Partei wurde Pauli dafür heftig kritisiert. Nach Ansicht des künftigen bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) hat sich Pauli damit um ihre Parteikarriere gebracht: „Sie hat nicht den Hauch einer Chance, CSU-Chefin zu werden, und sie hat nach meiner Einschätzung auch keine Chance, wieder in den Vorstand gewählt zu werden.“

Im übrigen, so Beckstein, sei es nicht zu vermeiden, dass eines von gut 170 000 Parteimitgliedern irgendwann einmal durchdrehe. Er wisse nicht einmal, ob Frau Pauli ihre Vorschläge zum Thema Ehezeit-Begrenzung ernst nehme, denn „der schriftliche Änderungsantrag, den sie zum CSU-Parteitag Ende nächster Woche in München eingereicht hat, enthält diesen Quatsch nicht“.

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