Dbb Tarifunion führt Verhandlungen für 45 Fachgewerkchaften
Beamten-Gewerkschaft fordert erstmals keine konkrete Tariferhöhung

Die Beamten-Gewerkschaft Dbb Tarifunion will erstmals ohne konkrete Forderung in die Tarifrunde 2005 mit Bund und Kommunen gehen.

HB BERLIN. „Selbstverständlich verzichtet der Dbb nicht auf das Volumen, das den Arbeitnehmern in der Tarifrunde 2005 zusteht. Dieses Volumen orientiert sich an den Tarifabschlüssen in der Privatwirtschaft“, betonte der Vorsitzende der Tarifunion des Deutschen Beamtenbundes (Dbb), Frank Stöhr. „Es stellt sich jedoch die Frage, wo dieses Volumen am besten investiert ist.“

Dbb-Vorstand und Tarifkommission (VTK) formulierten am Donnerstag in Berlin ihre Forderungen. Die Gewerkschaft will eine langfristige Arbeitsplatz- und Einkommenssicherung erreichen. Die Neugestaltung des Tarifrechts und die Tarifrunde müssten materiell zusammengefasst werden.

Das Volumen einer Erhöhung soll in die Ausgestaltung des Tarifrechts investiert werden. Stöhr: „Wir wollen das Tarifrecht zukunftsfest machen.“ Mit den Ländern würden Verhandlungen erst aufgenommen, wenn Neugestaltung und Tarifrunde mit Bund und Kommunen unter Dach und Fach seien.

Die Dbb tarifunion führt die Tarifverhandlungen für 45 Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes und seiner privatisierten Bereiche. 2003 hatten sie und die mächtigere Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit den öffentlichen Arbeitgebern beschlossen, das Tarifrecht zu reformieren. Verdi hatte kürzlich angekündigt, in den Verhandlungen zwei Prozent mehr Geld anzustreben.

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