DDR-Medikamententests
Ostbeauftragter fordert Aufklärung

Am Wochenende wurde bekannt, dass West-Pharmafirmen an mindestens 50 000 DDR-Bürgern heimlich Medikamente getestet haben könnten. Der Ostbeauftragte der Regierung fordert eine lückenlose Aufklärung. Die Zeit drängt.

BerlinDie umstrittenen Medikamententests westdeutscher Pharmafirmen an DDR-Patienten sollen nach dem Willen der Bundesregierung umfassend untersucht werden. „Die vorliegenden Fakten müssen rückhaltlos untersucht und die Hintergründe aufgeklärt werden“, sagte der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner (CDU) der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Die Bundesregierung habe Kontakt zu Gruppen, die die Vorwürfe wissenschaftlich untersuchen wollen, und es seien die Finanzierungsmöglichkeiten geprüft worden. „Unabhängige Untersuchungen müssen jetzt in Gang kommen“, forderte Bergner.

An einer weitgehenden Aufklärung habe auch die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen ein großes Interesse, bekräftigte Sprecherin Dagmar Hovestädt am Montag. Auch der Thüringer Wissenschaftsminister Christoph Matschie (SPD) sprach sich für eine...

 
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