Deutliche Mehreinnahmen
Eurokrise tangiert Steuereinnahmen nicht

In den ersten neun Monaten des Jahres haben die Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt. 2012 könnten sie mit 590 Milliarden Euro sogar Rekordniveau erreichen.
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BerlinDie Euro-Krise kann die Haushalte von Bund und Ländern nicht erschüttern. Im September legten die Steuereinnahmen um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Dies erfuhr das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus dem Bundesfinanzministerium.

Mit 48,75 Milliarden Euro nahmen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seine Länderkollegen allein im September rund 2,33 Milliarden Euro mehr als vor einem Jahr ein. In den ersten neun Monaten erzielte der Staat somit ohne die gesondert erfassten Gemeindesteuern 30 Milliarden Euro Mehreinnahmen gegenüber den ersten drei Quartalen 2010.

In ihrem Herbstgutachten hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für dieses Jahr Mehreinnahmen in Höhe von 14 Milliarden und für 2012 von sechs Milliarden Euro gegenüber der letzten Steuerschätzung vorhergesagt. Ein ähnliches Ergebnis könnte auch die Steuerschätzung am 2. November bringen, da dort auch die entsprechenden Institutsvertreter maßgeblich zum Ergebnis beitragen. Mit gut 590 Milliarden Euro würde der Staat 2012 dann so viele Steuern einnehmen wie nie zuvor.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

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