Deutschland
Deutsche Soldaten in Äthiopien

Deutschland beteiligt sich an der Uno-Blauhelm-Mission in Äthiopien. Das hat das Bundeskabinett nach Informationen des Handelsblattes vergangene Woche beschlossen.

HB BERLIN. Danach sollen zwei Bundeswehr-Soldaten als unbewaffnete Militärbeobachter zu der UNMEE-Mission in Äthiopien stossen, die das Grenzgebiet zu Eritrea überwacht. Die Uno hatte in Berlin im Oktober 2003 eine entsprechende Anfrage gestellt. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse wurde von der Entscheidung informiert. Da die Soldaten unbewaffnet sind, ist keine Parlamentszustimmung erforderlich.

Hintergrund der Entscheidung ist die erklärte Absicht der Bundesregierung, das Afrika-Engagement zu verstärken. Im Zusammenhang mit seiner Afrika-Reise hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)gesagt, denkbar sei auch die Beteiligung deutscher Experten an einer möglichen Uno-Mission im Sudan. Deutschland zahlt gut neun Prozent aller Blauhelm-Missionen, die sich immer mehr auf Afrika konzentrieren. Startet die Uno zusätzlich zu den bisher laufenden Missionen tatsächlich die geplanten Einsätze in Kongo, Sudan, Elfenbeinküste und Burundi, wären fast 90 Prozent aller weltweit eingesetzten Blauhelme in Afrika stationiert.

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