Deutschland Partner Nummer eins
Schröder will Ukraine bei EU-Beitritt helfen

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat eine „neue Dynamik“ in den Beziehungen zur Ukraine angekündigt. Er erwartet, dass die Ukraine bald als funktionierende Marktwirtschaft anerkannt werden könnte - damit wäre der Weg in die Welthandelsorganisation frei.

HB BERLIN. Deutschland werde dem Land bei der Heranführung an die euro-atlantischen Strukturen wie Nato und EU helfen, sagte er am Mittwoch nach einem Treffen mit Präsident Viktor Juschtschenko in Berlin. Einen zeitlichen Rahmen dafür nannte er aber nicht. In Anspielung auf Russland betonte der Kanzler, die angestrebten engen Beziehungen zwischen Berlin und Kiew richteten sich gegen niemand.

Die Bundesregierung werde die Ukraine auch dabei unterstützen, schon bald als funktionierende Marktwirtschaft anerkannt und Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) zu werden, betonte Schröder. Nach seinen Angaben wurde die Einsetzung einer Arbeitsgruppe aus hohen Regierungsvertretern beschlossen, die gemeinsame Projekte vor allem im Wirtschaftsbereich vorantreiben soll.

Nach den Worten Juschtschenkos ist „Deutschland der Partner Nummer eins für die Ukraine in Europa“. Der gegenseitige Warenaustausch im Wert von vier Milliarden Euro jährlich sei eine gute Grundlage für den Ausbau der Beziehungen vor allem im Wirtschaftsbereich. Dabei nannte er besonders den Energiesektor wie Erdgaslieferungen.

Der Staatschef bat um Unterstützung bei der Modernisierung der ukrainischen Grenzsicherung. Er dankte Schröder für dessen persönliche Rolle, die dieser bei der friedlichen Lösung des Machtwechsels Ende vergangenen Jahres in Kiew gespielt habe.

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