DIHK-Chef
Kanzler-Gehalt verdoppeln

Mindestens eine halbe Millionen Euro soll Kanzlerin Angela Merkel verdienen. Das meint zumindest der Präsident der Industrie- und Handelskammer, der das Amt mit der Verantwortung in einem Unternehmen verglich.
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BerlinDIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann wirbt dafür, deutsche Spitzenpolitiker besser zu bezahlen als bisher. „Die wichtigsten Verantwortungsträger unserer Republik müssen anständig bezahlt werden“, sagte der Chef des Deutschen Industrie-und Handelskammertags der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitag).

„500 000 bis 600 000 Euro für die Kanzlerin wären eine solche Größenordnung. Davon müsste allerdings die Altersvorsorge bezahlt werden“, sagte der Unternehmer. Das entspräche in etwa einer Verdoppelung der Bezüge der Bundeskanzlerin.

Driftmann erläuterte: „Der Geschäftsführer eines Unternehmens mit mehr als 1.000 Mitarbeitern kommt oft auf eine halbe Million Euro im Jahr, eher auf mehr. Dann sollte jemand, der die Verantwortung einer Bundeskanzlerin trägt, auch nicht schlechter gestellt sein.“ Wer Privates und Persönliches über lange Zeit so hintanstellen müsse, der müsse dafür auch gut bezahlt werden.

Zudem sprach sich der Unternehmer dafür aus, staatliche Feste nicht mehr durch private Sponsoren zu finanzieren: „Ich bin gegen gesponserte Feste. Wenn der Staat repräsentieren muss, dann sollte er dafür aufkommen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DIHK-Chef: Kanzler-Gehalt verdoppeln"

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  • Ich habe den Eindruck, dass so etwas von der Betroffenen, als Merkel, lanciert wird um herauszufinden, wie so eine Verdoppelung beim Wähler ankommt.

    Hat doch Eichel, der gescheiterte OB Kassels, MP Hessens und Finanzminister, gesagt, jeder Sparkassendirektor bekäme mehr. Nur bei dem hat's nicht einmal zum Sparkassendirektor gereicht.

  • @ Rosenkrantz,
    "..die Funktion Bundeskanzler".
    Richtig.
    Nachteilig ist jedoch; wer in Parteien die besten Ränke schmieden kann, sich in den Vordergrund zu schieben versteht hat gute Chancen Bundeskanzler zu werden.
    Das sind leider die einzigen "Befähigungen" und die sind, mit Verlaub, bei weitem nicht ausreichend um "zum Wohle des ganzen deutschen Volkes" tätig zu werden.
    Daran gemessen ist das Amt derzeit weit überbezahlt.

  • Andreas
    solche wirren Antworten. Was wollen Sie denn damit eigentlich sagen?

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