DIHK-Präsident warnt vor "falschen Propheten"
Schröder warnt vor Erfolg des «braunen Sumpfes»

Vor den Landtagswahlen hat Bundeskanzler Schröder vor den Auswirkungen eventueller Wahlerfolge rechtsextremer Parteien gewarnt. DIHK-Chef Braun appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.

HB BERLIN.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat vor den Folgen eines möglichen Erfolges rechtsextremer Parteien bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg gewarnt. «Alles was sich mit dem braunen Sumpf verbindet, schadet uns, schadet Deutschland, schadet uns auch bei ausländischen Investoren hier», sagte Schröder im RBB-Inforadio. Er hoffe deshalb, dass die Rechtsradikalen bei den Wahlen keine Chance hätten.

Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sagte, er befürchte negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. «Wer die Extremisten stärkt, muss wissen, dass er dem Ansehen und damit dem Aufschwung der Region auf Jahre Schaden zufügt», sagte, der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Braun warnte: «Dringend gebrauchte Investoren, vor allem aus dem Ausland, werden abgeschreckt.»

Der Verbandspräsident appellierte an alle Bürger, mit Ihrer Stimme «verantwortungsbewusst umzugehen und bei ihrer Wahl das Wohl ihres Landes und damit auch seiner Menschen in den Vordergrund zu stellen.» Deshalb dürfe man nicht auf «falsche Propheten» hereinfallen, die «nur verunsichern» wollten. Statt dessen sei eine Politik nötig, die Zuversicht vermittle.

Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-«Politbarometer» kommt die NPD in Sachsen derzeit auf neun Prozent der Stimmen. In Brandenburg liegt die DVU bei sechs Prozent Zustimmung. Die Landesparlamente in Dresden und Potsdam werden am 19. September neu gewählt. Am vergangenen Sonntag hatte die NPD bei der Wahl im Saarland 4,0 Prozent der Stimmen erzielt.

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