DIHK
Wirtschaft wird bei Subventionen „Federn lassen müssen“

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ruft die Unternehmen zu einem Verzicht auf Subventionen und Steuervergünstigungen auf. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben machte in einem Interview deutlich, dass sich Deutschland angesichts der krisenbedingten Verschuldung die derzeit rund 140 Mrd. Euro an Steuererleichterungen und Subventionen nicht mehr leisten könne.
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HB FRANKFURT. "Die Wirtschaft wird Federn lassen müssen", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der "Rheinpfalz am Sonntag" laut Vorabbericht. "Nur so lassen sich die notwendigen Verbesserungen bei der Unternehmens- und Einkommenssteuer finanzieren."

Wansleben verwies darauf, dass derzeit allein rund 140 Mrd. Euro an Steuererleichterungen und Subventionen gezahlt würden, davon 91 Mrd. Euro als Finanzhilfen des Staates. "Deutschland kann sich angesichts der krisenbedingten Neuverschuldung einen derartigen Subventionswettlauf nicht mehr leisten", mahnte er.

Für das nächste Jahr wird eine Rekord-Neuverschuldung von 86 Mrd. Euro erwartet. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) drängt daher auf jährliche Einsparungen von rund zehn Mrd. Euro ab 2011. In der Diskussion sind unter anderem höhere Beiträge zur Arbeitslosen- und zur Krankenversicherung. Parallel plant die Koalition aus Union und FDP allerdings milliardenschwere Steuersenkungen ebenfalls ab 2011, um die krisengeschwächte Konjunktur anzukurbeln.

Wansleben forderte Bundesregierung und Wirtschaft zu einem "Bündnis für Wachstum und Solidität der Finanzen" auf. Ein deutlich vereinfachtes Steuersystem etwa könne vor allem in den Familienunternehmen für mehr Wachstum sorgen. Den erforderlichen Sparkurs sollten neben den Unternehmen aber auch die Bürger mittragen. Wansleben plädierte für eine Rücknahme der Rentengarantie und eine größere Eigenverantwortung im Gesundheitsbereich.

Kommentare zu " DIHK: Wirtschaft wird bei Subventionen „Federn lassen müssen“"

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  • Naja, die Finanzen könnten sich solidarisieren, wenn man in Zukunft den Leitzins der EZb auf -5,00 (minus) Prozent setzen würde.

    Ob und in wie weit solche bisher unlogischen Gleichungen aufgehen, dürfte keiner wirklich wissen.
    Es mag offensichtlich auf den ersten blick völliger Quatsch sein, aber so dumm ist das auch wieder nicht. Dies würde entgegen aller Erwartungen laufen und einen gewissen Schock, Erstaunen & Erleichterungen weltweit auslösen.
    Selbst der Goldpreis könnte in Mitleidenschaft gezogen werden und einbrechen.

    Wenn man also Zinsen quasi von 10,00% auf fast 0,00 Prozent senkt, wäre eine weitere Senkung unlogisch?

    Um die Finanzen zu solidarisieren, lach... müsste man den unlogischen Schritt gehen, den Zins umzudrehen. Man kann das blatt drehen wie man will, es würde irgendwann kein Schritt daran vorbeiführen, es sei denn wir schauen tatenlos zu wie alles den bach runter geht.
    Logisch ist, wenn die Wirtschaft nicht anspringt, wegen der Zurückhaltung und der hohen belastung der Verbraucher, das Gläubiger Angst um ihr Geld bekommen.
    Logisch ist, wenn Gläubiger den Schuldnern nicht mehr trauen, diese denen kein Geld mehr leihen.
    Die Konsequenz wäre, ein möglicher Zusammenbruch der Finanzwelt und damit des weltweiten Handels und der Kollaps sämtlicher überschuldeter Volkswirtschaften. Und damit hätten auch sämtliche Gläubiger ihr komplettes Geld verloren. Was käme danach? Niemand mag darüber reden und es sich ausmalen.

    Wenn nun die Gläubiger davon überzeugt werden, den Schuldnern quasi 5,00 Prozent zu erlassen, da sonst ggf. alles verloren wäre, könnte man von einer Solidarität der Finanzen sprechen.

    Man stelle sich vor, Amerikaner, Europäer und Japaner würden zeitgleich für einen begrenzten Zeitraum die Leitzinsen z.b. auf -5,00 Prozent senken. Was würde passieren?

    Die Leute wären so verunsichert und wüssten nicht wohin mit ihrem Geld! Sie würden kaufen, Aktien, Autos, Häuser usw. Oder etwa nicht?
    Denn wenn sie das Geld anlegen wollten, bekämen sie "Strafzinsen". Und Kreditnehmer quasi ein "bonus".

    Und hierbei müssten die Regierungen Vorsorge treffen, damit sie ihre Schulden in den Griff bekommen, damit Gläubiger ihr Vertrauen und die Geduld nicht verlieren.
    Riskantes Spiel, aber welche Wahl bleibt?

    Den bürgern die Rente zu klauen? Wie sinnvoll wäre das? Vielleicht wäre es sinnvoll überall 5,00% zu klauen - oder ?


    Wenn es also bisher immer richtig war, Zinsen zu senken, um die Wirtschaft wieder auf die beine zu helfen, so müsste in Zukunft der Zinssatz weiterhin gesenkt werden auch wenn da die magische Null steht.

  • Norbert blüm... und die Renten sind sicher.
    Man könnte dann auch den Staat abschaffen.

    Ein Staat der nicht mehr selber wüsste, ob die Steuern nun gesenkt oder erhöht werden müssten,
    welcher neidisch nach den Wachstumsraten China schaut, Politiker die noch nie was von der Welt gesehen haben und weltpolitisch belächelt werden, ein Staat, welcher kein Nationalitätsstolz besitzt und wo "Made in Germany" der Vergangenheit angehört. Krankenkassen, Rentenkassen, hier da und dort, das Geld ist fort. bitte, was kann man noch ruinieren? Klar... den himmlichen Frieden!
    Solidarität der Finanzen, lach....
    So einen Quatsch habe ich ja noch nie gelesen.
    Solidarität für Arme? Nein für Finanzen! Also banken?! Oder Solidarität für einen Staat, der unfähige Politiker subventionieren muss?
    in 5 Jahren steht Deutschland dort, wo heute Grichenland ist. Und die inseln von Grichenland stehen unter Wasser und es den Leuten bis zum Hals.

    Wenn Deutschland nicht langsam erwacht, dass es bis Grichenland nicht weit wäre, erwacht ein neuer Staat. Ein Heer von Arbeitslosen vereint gegen die banken und Politiker. Wir sind alles Deutsche, auch wenn die meisten türkisches, russisches, polnisches, kroatisches, serbisches, albanisches, italienisches, afrikanisches, iranisches, irakisches und afghanisches blut in sich tragen. Sorry, falls ich irgendeine blutsorte vergessen habe. Hmmm, sächsisches! Der balkankonflikt mitten in Deutschland, na wunderbar!

    bezahlt ist bezahlt. Ein Gesetz ein Gesetz! Wenn man weiter Gesetze nach gut dünken an und abschafft, bricht irgendwann jedes Gesetz weg!

    Und wir sind das VOLK !

    Und das Volk solidarisiert sich. Aber niemals die Finanzen! Das könnte man tausendfach aus der Geschichte gelernt haben.

    Aber was kommt danach?
    Ein moslemischer Kanzler mit nem Minarett auf dem bundestag, ein russischer Aussenminister mit nem Zwiebelturm, ein serbischer innenminister mit nem Schiessbefehl, ein krotischer Arbeitsminister mit ner Arbeitserlaubnis für Deutsche, ein afghanischer Verteidigungsminister der die Taliban hier ausbildet usw. ??? ich vergass zu erwähnen, es sind natürlich alles Deutsche!
    Wir ordnen alle in links, mitte und rechts ein.
    Finanzen? Solidarität? Nein, Realität !

    bin ich etwa ausländerfeindlich? Na will ich nicht hoffen. Denn wir sitzen alle in einem boot und wer wo den Rettungsanker wirft, sollte wissen wenn man es falsch macht, wo die Rettungswesten liegen!

    Eine Rücknahme der Rentengarantie würde reines Chaos in der bevölkerung auslösen. Damit würde der Staat indirekt seine Unfähigkeit auf den Tisch legen.

    Die Aufgabe von Subventionen und eine vereinfachte Steuer klingt schon besser. Vielleicht die Aufgabe an gewissen Prinzipien, z.b. Kindergeld, Elterngeld in Krisenzeiten. Eltern sollten ihre Kinder lieben und nicht wegen des Geldes in die Welt setzen und selbst mehr Verantwortung dafür tragen, als der Staat! Die Renten in Frage zu stellen, nachdem man bis zum Umfallen gearbeitet und dafür eingezahlt hat, sowie die meisten privat nicht mehr in der Lage sind, dafür noch extra zu sparen, halte ich schon für betrug und Räuberei.

    Man könnte auch die Gewinne von banken und Politikergehälter zu 99% besteuern solange Deutschland Schulden macht, immerhin haben die uns die Suppe eingebrockt.





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