Premium DIW-Chef Marcel Fratzscher „Trump ist eine Chance für Europa“

DIW-Chef Fratzscher hält die Probleme des Kontinents für überwindbar. Auch Deutschland brauche die EU, um seine Interessen in einer zunehmend unsichereren Welt zu vertreten. China werde die USA nicht ersetzen können.
„Die soziale Ungleichheit ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die westliche Welt.“ Quelle: imago/Christian Kielmann
Ökonom Fratzscher

„Die soziale Ungleichheit ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die westliche Welt.“

(Foto: imago/Christian Kielmann)

DüsseldorfNur vier Jahre hat Marcel Fratzscher gebraucht, um Deutschlands wohl öffentlichkeitswirksamster Ökonomen zu werden. Seit Februar leitet der 46-Jährige das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. In der Zeit davor, als er bei der Europäischen Zentralbank Chef der Abteilung für internationale wirtschaftspolitische Analyse war, kannten ihn allenfalls Insider. Seine Bekanntheit hat Fratzscher sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, dass er sich in vielen ökonomischen Fragen jenseits der deutschen Mainstreams positioniert. Das wurde auch bei seinem Besuch in der Handelsblattredaktion deutlich, wo er sich auf eine kontroverse Diskussion einließ: ruhig im Ton, aber hart in der Sache.

 

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