Ein Jahr nach den Übergriffen
Sicherheitskonzept für Kölner Silvesternacht steht

Mit allen Mitteln will Köln in der Silvesternacht Jagdszenen wie vor einem Jahr verhindern. Die Polizei sieht sich gut vorbereitet. Nach dem Anschlag von Berlin wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal aufgestockt.
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KölnNach den massenhaften sexuellen Übergriffen vor knapp einem Jahr steht in Köln das Sicherheitskonzept für die nächste Silvesternacht. Kleinere Anpassungen habe es zuletzt noch nach dem Anschlag von Berlin gegeben, sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am Mittwoch. Er sei davon überzeugt, dass die Polizei gut vorbereitet sei. „Es wird uns darum gehen, dass wir zum Schutz der vielen Menschen, die friedlich feiern wollen, sehr konsequent bei Gefahrensituationen und Störungen einschreiten werden.“

Nach dem Anschlag von Berlin, bei dem ein Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt raste, will die Kölner Polizei Straßensperren in noch mehr Bereichen errichten als ohnehin vorgesehen. „Die letzten zwei Wochen haben uns gezeigt, wie zerbrechlich unsere Sicherheit sein kann“, sagte Mathies.

Die Polizei will in der Silvesternacht allein in der Kölner Innenstadt mit rund 1500 Beamten im Einsatz sein – etwa zehn Mal so viele wie vor einem Jahr. Das Sicherheitskonzept, zu dem auch mehr Videoüberwachung und Brückensperren gehören, ist vor allem eine Reaktion auf die damaligen chaotischen Zustände und massenhaften Übergriffe rund um den Hauptbahnhof. Frauen wurden von Männergruppen eingekesselt, unter den Beschuldigten waren viele Flüchtlinge. Köln geriet weltweit in die Schlagzeilen.

Auch die Bundespolizei kündigte deutlich mehr Kräfte in Bahnhöfen und Zügen in NRW an. Sollte sich ein bestimmter Brennpunkt entwickeln, verfüge man zudem über eine Interventionseinheit, die per Hubschrauber eingeflogen werden könnte, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Wolfgang Wurm.

Eine für die Silvesternacht angemeldete Demo der rechtsextremen NPD am Kölner Dom hat die Polizei schon verboten. Polizeipräsident Mathies sagte, man müsse in der angespannten Lage Konfrontationen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten vermeiden. Inzwischen hat auch die AfD eine kleine Kundgebung an Dom oder Hauptbahnhof angemeldet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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