Endlagersuche
Umgang mit Gorleben weiter strittig

Das Gesetz für eine neue Endlagersuche ist zu 90 Prozent einvernehmlich entworfen. Noch strittig ist die Rolle von Gorleben. Hier sollen die Bürger schon früh beteiligt werden, um Streitthemen klären zu können.
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BerlinBund und Länder sind sich bei einem Gesetz für eine neue Endlagersuche weitgehend einig, doch die größten Knackpunkte wie der Umgang mit dem Standort Gorleben sind weiterhin strittig. Rund 90 Prozent des Gesetzentwurfs seien einvernehmlich geregelt worden, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Gesprächen mit den Ländern.

Röttgen betonte, einig sei man sich, dass eine breite Beteiligung der Bürger schon zu einem frühen Zeitpunkt stattfinde. Er gehe davon aus, dass man sich noch im März auch bei den verbleibenden Streitthemen einig werde.

Bisher ist unklar, wie und wann die einzige bisher erkundete Endlageroption Gorleben mit anderen noch zu bestimmenden Optionen verglichen werden soll. Strittig ist auch ein neues Bundesinstitut für die Endlagerung.

Umweltverbände, aber auch Vertreter von SPD, Grünen und Linken warnen vor einer Entmachtung des Bundesamts für Strahlenschutz, das sich bisher um Endlagerfragen kümmert und als besonders akribisch gilt. Es wird von dem Grünen-Mitglied Wolfram König geleitet

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hallo Nachdenker,Ich meine,dass der Name eher einer Parodie entspricht.
    Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Salzstock Asse bis an die Grenzen abgebaut. Das war bereits beim Kauf des Bergwerks bekannt. Durch den Gebirgsdruck von etwa 50 bar werden geringe Mengen Wasser in das Bergwerk gedrückt, Gem. des "grünen" BfS 12m3 am Tag. Technisch wissenschaftlich betrachtet wäre es geboten das Bergwerk mit weiteren Abällen zu verfüllen, oder zu fluten. Analog anderer Salzstöcke die seit 220 Mio. Jahren Laugeneinschlüsse beinhalten,z.B. Gorleben, könnte dieses Bergwerk diese Abfälle sicher verwahren.

    Salz hat die Eigenschaft sich plastisch zu verhalten. Risse, oder Bergwerke schliessen sich. Dies ist für ein atomares Endlager sehr erwünscht. Allerdings schliesst sich das Bergwerk jetzt. Arbeiten, oder ein Rückholen der leicht radioaktiven Abfälle ist demzuolge gefährlich. Kein naturwissenschaftlich orientierter Wissenschaftler empfiehlt eine Rückholung.

    Es ist eine gefährliche (die Oekoreligion geht über Leichen), völlig unnötige, teure und rein religiös motivierte Kulthandlung.

    Vandale

    Insgesamt

  • @Vandale
    Hier spricht der Kenner. Das "technisch vorbildliche Versuchsendlager" Asse säuft ab und wird mindestens 4 Mrd. Euro Rückholkosten verursachen, die am Ende wir Bürgerinnen und Bürger tragen müssen.

  • Grundsätzlich sind die geringen Mengen problematischer Abfälle, verglichen mit den anderen bekannten Methoden zur energieerzeugung, ein Vorteil zugunsten der Kernenergie.

    Allerdings wurde die Legende der "ungelösten Endlagerfrage" vielleicht gerade weil diese so abwegig ist, zur populärsten Oekolegende Deutschlands.

    Abgebrannter Kernbrennstoff lässt sich wiederaufbereiten (recyclen). Beispielsweise war der Reaktor 2 in Fukushima Daiichi mit sog. Mox Brennstoff aus abgebranntem Kernbrennstoff beladen. Dies wurde vom BMU Trittin verboten um der Legende der "unglösten Endlagerfrage" nicht im Wege zu stehen.

    Abgebrannter Kernbrennstoff lässt sich analog chemischer Abfälle deponieren. Gefährliche chemische Abfälle, z.B CdT Abfälle aus der Solarzellenproducktion werden im ehemaligen Salzbergwerk Herfa Neurode deponiert.

    In Deutschland hat man sehr früh das technisch vorbildliche Versuchsendlager Asse eingerichtet.

    Der im Artikel genannte Wolfram K. wurde aufgrund seiner gefestigten ökologischen Einstellung zum Präsidenten des BfS ernannt. Seinerzeit gab es Proteste des Wissenschaftsrats dagegen einen Berufsfremden zum Leiter dieser wichtigen Behörde zu ernennen. Man sprach von den "Landschaftsgärtnern" in der Atomaufsicht.

    In der Konsequenz wurde das technisch vorbildliche Versuchsendlager mit Hilfe willfähriger Medien skandalisiert.

    Das "Endlagersuchgesetz" dient den konservativen Parteien dazu die Entscheidung und den Konflikt auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Es dient den Linken und Oekologen dazu die Legende der "ungelösten Endlagerfrage" und der Gorleben Wallfahrten weiter zu geniessen.

    Vandale

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