Erbschaftsteuer
Huber beharrt auf Steuerbefreiung für Unternehmen

Bayerns Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber besteht bei der Reform der Erbschaftsteuer auf dem Abschmelzmodell für die Vererbung von betrieblichem Vermögen. „Bei der Reform der Erbschaftsteuer wird die Union ihre marktwirtschaftlichen Prinzipien einhalten und für eine Entlastung bei Unternehmen sorgen, die von den Erben weitergeführt werden“, sagte Huber dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe).

HB BERLIN. Dafür sei das Abschmelzmodell der richtige Weg, bei dem die Erbschaftsteuer nach zehn Jahren entfällt, sagte Huber. In der Regierungskoalition gab es zuletzt Bedenken, ob die Erbschaftsteuer für Firmen tatsächlich zu hundert Prozent entfallen könne. Wie die Wirtschaftsverbände lehnt Huber so einen Weg ab: „Einen Kompromiss, bei dem die Erbschaftsteuer nicht vollständig für Unternehmenserben entfällt, halte ich wirtschaftspolitisch für höchst bedenklich.“

Am kommenden Montag trifft die Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Leitung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch erneut zusammen, um einen gemeinsamen Vorschlag zur Reform der Erbschaftsteuer zu erarbeiten. Bayerns Finanzminister Huber erwartet eine baldige Einigung in der Arbeitsgruppe. „Ich gehe davon aus, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe noch im November ihren Abschlussbericht vorlegen wird. Bis dahin müssen noch mögliche steuerliche Gestaltungsspielräume beim Abschmelzmodell ausgeräumt werden“, sagte Huber. Auch im Umfeld von Finanzminister Steinbrück hält man eine Einigung in den nächsten Wochen für wahrscheinlich.

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