Erhöhung beschlossen
Bund winkt Rekord-Kassenbeitrag durch

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt im nächsten Jahr auf ein Rekordniveau von 15,5 Prozent. Das Bundeskabinett gab am Mittwoch in Berlin endgültig grünes Licht für die vom Gesundheitsministerium erarbeitete Verordnung, wie es aus Regierungskreisen hieß.

BERLIN. Für mehr als 90 Prozent der gesetzlich Versicherten wird die Krankenversicherung mit dem Start des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 somit teurer, im Schnitt um gut 100 Euro im Jahr. Derzeit liegt der Durchschnittssatz bei 14,92 Prozent. Vor allem die Mitglieder bisher preisgünstiger Kassen zahlen künftig erheblich drauf.

Die Regierung widersetzte sich mit ihrer Entscheidung Forderungen der gesetzlichen Krankenkassen. Diese hatten auf einen höheren Beitragssatz gedrungen, um die steigenden Ausgaben für Krankenhäuser, Arzthonorare, Arzneimittel und medizinischen Fortschritt zu decken. Die Opposition hatte die Regierung gar aufgefordert, auf den Fonds komplett zu verzichten.

Der neue Beitragssatz von 15,5 Prozent soll bundeseinheitlich für die mehr als 200 Krankenkassen gelten. 0,9 Prozent zahlen die Beschäftigten alleine; 14,6 Prozent teilen sie sich mit den Arbeitgebern. Im Gegenzug senkt die Regierung den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf 2,8 von 3,3 Prozent. Die zusätzlichen Kassenbeiträge werden damit aber nur zum Teil ausgeglichen.

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