Euro-Krise
Griechen und Spanier fliehen nach Deutschland

Die Schuldenkrise führt zu einer neuen Europäischen Völkerwanderung: Vor allem junge Griechen und Spanier flüchten vor dem Wirtschaftscrash in ihren Heimatländern. Ihr bevorzugtes Ziel: Deutschland.
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BerlinAngesichts der Schulden- und Finanzkrise in ihren Heimatländern suchen mehr Griechen und Spanier ihr Glück in Deutschland. Die Zuwanderung aus den beiden von der Krise besonders betroffenen Euro-Ländern schnellte im
ersten Halbjahr nach oben, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Einwanderer blieb aber trotz hoher Zuwachsraten gering. Aus Griechenland kamen 84 Prozent mehr Einwanderer als im ersten Halbjahr 2010. In absoluten Zahlen kamen 4100 Griechen mehr als im Vorjahr nach Deutschland.

Die Zuwanderung aus Spanien legte um 49 Prozent oder 2400 Personen zu. Griechenland und Spanien sind mit Arbeitslosenquoten von über 18 Prozent und fast 23 Prozent die Schlusslichter in der Europäischen Union. Ob die neuen Einwanderer hierzulande erwerbstätig sind, ergibt sich aus der Statistik nicht.

Auch aus den Ländern, die 2004 der EU beigetreten waren, stieg die Zahl der Einwanderer überdurchschnittlich um 30 Prozent. Die Statistiker sehen darin eine Folge der Freizügigkeit, mit der am 1. Mai dieses Jahres die letzten Schranken zum deutschen Arbeitsmarkt gefallen waren.

Insgesamt zogen nach den vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 435.000 Personen nach Deutschland, darunter 381.000 Ausländer. Das waren 68.000 (plus 19 Prozent) Zuzüge mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Da sich die Zahl der Fortzüge kaum veränderte, kamen unter dem Strich 135.000 mehr Menschen nach Deutschland als fortzogen. Der Überschuss stieg somit um 122 Prozent oder 61.000 Personen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Euro-Krise: Griechen und Spanier fliehen nach Deutschland"

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  • Unkontrollierte Zuwanderung

    http://www.volksprotest.de

    Nachteile der EU Arbeitnehmerfreizügigkeit!


  • Die EU-Kommission, die sich die Idee der Bestandserhaltungsmigration vollständig zu eigen gemacht hat, hört nicht auf, die altersschwachen europäischen Staaten zu einer Beseitigung aller Gesetzesbarrieren aufzufordern, die ihrer Versorgung mit frischem Blut im Wege stehen könnten. Wie verlautet, wurde in Brüssel vor kurzem eine Richtlinie fertiggestellt, nach der seltsamerweise genau das verboten werden soll, was die Große Koalition jetzt aus dem Zuwanderungsgesetz herausnehmen will. Was für ein Zufall!

    Neue Linke: Europa kritisch - sozial mit DIESER EU geht nicht!

    http://www.ahriman.com

    Wichtig! Fall der Beschränkung für Arbeitnehmer aus EU Staaten!

    http://www.amazon.de/Fall-Beschränkungen-Arbeitnehmer-aus-EU-Staaten/forum/Fx3J4G8SM8OUAZG/Tx1SOKOZ4H1XZEZ/1/ref=cm_cd_dp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8


    USA:Praktisch pleite!

    http://theeconomiccollapseblog.com/archives/19-facts-about-the-deindustrialization-of-america-that-will-blow-your-mind

  • Die EU und die USA betreiben eine massive forcierte Einwanderungspolitik.

    Die Vorgeschichte des Zuwanderungsgesetzes weist allerdings in eine ganz andere Richtung. Zwar fallen auch bei uns Gesetze noch nicht vom Himmel, aber die Initiative dazu kommt doch immer häufiger von hoch oben. Die Gesetzgebungsarbeit in Berlin dürfte heute zu 90 Prozent in der Umsetzung oder Absegnung von Empfehlungen und Richtlinien bestehen, die von supranationalen Gremien oder Konferenzen ausgebrütet wurden.

    So ging zum Beispiel die Green-Card-Initiative, die uns als Idee der Regierung Schröder verkauft wurde, auf eine Anregung der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen zurück, die den europäischen Staaten schon im Jahr 1999 empfahl, ihre Arbeitsmärkte für 40 Millionen arbeitslose indische und pakistanische Techniker zu öffnen, und die Anfang des Jahres 2000 eine Studie mit dem Titel Replacement Migration herausgab, in der im Detail vorgeführt wurde, wie Länder mit einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung durch eine gezielte Aufnahme von Migranten funktionsfähig erhalten werden könnten. Wenn Deutschland zum Beispiel seinen Bevölkerungsstand bis zum Jahr 2050 konstant halten wollte, bräuchte es nach dieser Studie jährlich nur 344.000 Einwanderer aufzunehmen. Wenn es den Anteil Erwerbstätiger nicht absinken lassen möchte, würde eine Nettozuwanderung von 487.000 pro Jahr genügen. Wollen wir, daß sich das Betreuungsverhältnis der 15- bis 64jährigen zu den Älteren nicht ändert, müßten wir jährlich nur 3,63 Millionen Migranten gewinnen, bis 2050 181,5 Millionen!

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