Eurokrise
Altkanzler Schmidt wirft Europa Unfähigkeit vor

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt geht mit der Krisenpolitik der Europäer hart ins Gericht. Er hat die Unfähigkeit zur Krisenbewältigung kritisiert und stärkte zugleich Siegmar Gabriel den Rücken.
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BerlinAltkanzler Helmut Schmidt (SPD) wirft den Europäern mangelnde Entschlusskraft bei der Bewältigung der Schuldenkrise vor. Die Krise sei nur der äußere Ausdruck der Handlungsfähigkeit, die gegenwärtig Europa kennzeichne, sagte Schmidt am Dienstagabend in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger".

Schmidt sagte, bereits Ende 2008 beim Einsetzen der Weltfinanzkrise habe es international Beschlüsse etwa zur Regulierung der Finanzmärkte gegeben, die insbesondere durch die USA, aber auch durch die Europäer nicht umgesetzt worden seien. Alle Rettungsschirme hätten sich als unzureichend herausgestellt. Es sei nicht die erforderliche Tatkraft aufgebracht worden.

Schmidt zeigte sich zugleich besorgt über die Entwicklung in Europa. Diese Sorge könne man nicht unterdrücken. Es handele sich aber nicht um eine Euro-, sondern um eine Schuldenkrise. Auch Deutschland habe sich stärker verschuldet, als es nach dem europäischen Stabilitätspakt gedurft hätte.

Zugleich stärkte Schmidt dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel für dessen Vorstoß zur Vergemeinschaftung der Schulden im Euro-Raum den Rücken. "Im Prinzip hat er Recht", sagte Schmidt. Man sollte es als Regel nicht aufstellen, aber in der gegenwärtigen Situation sei dies "beinahe unausweichlich".

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurokrise: Altkanzler Schmidt wirft Europa Unfähigkeit vor"

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  • Hallo N_K!
    Da kann ich auch ein sehr interessantes Interview beisteuern:
    http://www.larsschall.com/2012/08/05/die-ublichen-geschafte-hinter-dem-gemetzel/

  • " Anonym Demokratin "

    Lesen Sie mal ISBN 978-3-938656-60-0 und andere -politisch UNKORREKTE- Literatur, z.b. über das Finanzsystem, das TITANIC-Attentat, 9/11, den "BÖSEN" Gaddafi (dem man noch im März der Mordjahres einen "Gutmenschenpreis" verleihen wollte, ihn aber dann wegen seiner Ambitionen für einen afrikanischen GOLD-DINAR vorsorglich umbrachte), die Neue Weltordnung, den Grund für den Kennedy-Mord usw..

    Es könnte durchaus sein, daß Sie dann Ihre Meinung revidieren.

    "NAZI" und "VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER" sind die beliebten Totschlagskeulen der politisch "KORREKTEN" - weil sie mit Mandatserhalt die eigene Meinung verkauft haben.

    Und was Kinder betrifft: Mit meiner HEUTIGEN Erfahrung hätte ich damals garantiert keine Nachkommen gezeugt; und wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich auswandern. Deutschland, meine Heimat und das ehemalige Land der Dichter und Denker, ist zu einem verblödeten Schweinestall verkommen. Für DIESE Erkenntnis sind keine dummen NAZI-Vorhaltungen notwendig, halbwegs gesunder Menschenverstand tuts auch. PISA läßt grüßen.

  • 2. Teil zu @N_K

    Ich kanns echt nicht mehr hören! Ihr habt doch alle nur Angst um euren matreiellen Wohlstand...um euren BMW...2 mal im Jahr Urlaub/Konsum usw.

    Und das Wort "Gutmenschen" ist ein Wort aus der Nazi-Zeit. Ihre Einstellung lässt ziemlich tief blicken. Würde mal sagen die Gehirnwäshe hat funktioniert!!

    Und Deutschland schafft sich ab, weil die Deutschen sich keine Kinder mehr anschaffen, sondern lieber Leben/konsumieren wollen!!

    Sie machen sich lächerlich, genauso wie Sarrazin mit seinen rassitischen Aussagen! Sie sind noch nicht einmal darauf gekommen, dass Sarrazin sich nur wichtig machen will und Geld verdienen will mit seinen kruden Thesen. Ausserdem ist er ein Banker. Vielleicht hatte er ja auch einen Auftrag von der Hochfinanz um rechte Stimmung im "System" zu verbreiten?!

    Fangen sie doch auch mal an zu denken. Das könnte sogar helfen :-)


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