Exklusive Umfrage
Zu Guttenberg punktet bei Wirtschaftselite

Karl-Theodor zu Guttenberg gilt als Senkrechtstarter unter den Bundesministern – zu Recht, wie eine Umfrage für das Handelsblatt zeigt. Obwohl der CSU-Politiker gerade einmal gut zwei Monate sein Amt als Wirtschaftsminister innehat, erfreut er sich bei der Wirtschaftselite der größten Beliebtheit aller Bundespolitiker in Kernressorts.

FRANKFURT. Der tolle Start von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg geht aus der Umfrage im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter knapp 800 Führungskräften in Deutschland hervor, die von dem Marktforschungsunternehmen Psephos befragt wurden.

Bereits unmittelbar nach dem Amtsantritt zu Guttenbergs waren die Manager befragt worden – und hatten den mit 37 Jahren jüngsten Wirtschaftsminister aller Zeiten mit einer großen Portion Vorschusslorbeeren bedacht. Drei Viertel begrüßten es, dass die Wahl der CSU für die Nachfolge von Michael Glos auf zu Guttenberg fiel. Bislang hat er die Erwartungen der Wirtschaftslenker nicht enttäuscht: Auf einer Skala von eins („sehr gut“) bis fünf („sehr schlecht“) schneidet der Jurist mit der Note 2,5 auf Anhieb mit Abstand am besten ab.

Damit wird der Bundeswirtschaftsminister auch deutlich besser bewertet als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die eine 2,9 erreicht. Schlechter war die Leistung der Regierungschefin von den Top-Managern zuletzt im Herbst 2006 beurteilt worden. Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erhalten eine 2,9. Sowohl die beiden SPD-Politiker als auch Merkel hatten in der Gunst der Manager im Vormonat mit 2,7 noch besser abgeschnitten.

Trotz des Imageverlustes kommen Kanzlerin, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister bei den Managern noch weit besser weg als der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer. Der Mann, der zu Guttenberg als Bundeswirtschaftsminister ausgewählt hatte, wurde ebenfalls zum ersten Mal von den Managern bewertet – mit 3,5. Nicht einmal im Süden Deutschlands schneidet der bayerische Ministerpräsident besser ab als im bundesweiten Durchschnitt.

Aus der Tatsache, dass die hiesige Wirtschaftselite die gesamte Bundesregierung schlechter als in den vergangenen Monaten bewertet, konnten die Oppositionspolitiker keinen Nutzen ziehen. Selbst die Liberalen, die zuletzt bei den Managern gepunktet hatten, werden mit 3,0 kritischer bewertet als einen Monat zuvor (2,9).

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