Faktor Mensch
Mehr Angst als Vaterlandsliebe

PremiumEin bestimmtes Gefühl ist seit diesem Sommer zurück im politischen Tagesgeschäft: Die Angst. Obwohl sie gemeinhin ein schlechter Ratgeber sein soll, bestimmt sie zunehmend die Agenda – erst Recht zur Flüchtlingskrise.

DüsseldorfMit „Angst essen Seele auf“ schrieb der Regisseur Rainer Werner Fassbinder einst Zeitgeschichte. In dem Film, der 1974 das erste Mal gezeigt wurde, verliebt sich eine 60-jährige Deutsche in einen wesentlich jüngeren Marokkaner. Die Konflikte mit der Familie und die Angst der Protagonistin vor Ausgrenzung von Freunden und Nachbarschaft lässt die Liebesbeziehung mit dem „Fremden“ am Ende scheitern.

Mehr als 40 Jahre später scheint dieser grammatikalisch falsche Titel wieder merkwürdig aktuell zu sein – und zwar nicht nur, weil der Film in München, im bayerischen Freistaat von Horst Seehofer spielt. Die Angst ist seit diesem Sommer zurück im politischen Tagesgeschäft. Dieses ungute Gefühl...

 
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