Falscher Alarm
Verdächtige Briefe vor Bundespräsidentenwahl

Gleich mehrere Wahlleute für die Bundespräsidentenwahl haben verdächtige Briefe erhalten. Darin: Mehl, Metallkugeln und Gutscheine für Schnellrestaurants. Auch der Verteidigungsminister bekam Post.
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Wiesbaden/Karlsruhe Mehrere Wahlleute für die Bundespräsidentenwahl haben verdächtige Briefe erhalten. Ein Sprecher des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) sprach von einer Vielzahl von Briefen, die in mehreren Bundesländern aufgetaucht seien. „Eine Gefährdung für die Empfänger bestand nicht“, betonte er in Wiesbaden. Die Sendungen enthielten seinen Angaben nach ein weißes Pulver, Metallkügelchen und Gutscheine eines Schnellrestaurants.

Die Briefe stammen nach ersten Erkenntnissen von einem Karlsruher. „Bislang gibt es jedoch keinen Anfangsverdacht für eine Straftat“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Verdächtige habe vermeintlich wichtige Unterlagen für die Präsidentenwahl verschickt, die sich dann als Imbissgutscheine entpuppten. „Irgendwelche Drohungen, sei es auch nur verdeckt, gab es nach dem jetzigen Informationsstand nicht.“ Auch im Wahlkreisbüro von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Dresden war ein Brief eingetroffen, der von der Polizei und der Feuerwehr abgeholt wurde, bestätigte seine Büroleiterin. Schreiben gingen ebenso bei FDP-Bundestagsabgeordneten in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bayern und Berlin ein, war aus der Parteizentrale in Berlin zu erfahren.

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