Familienmitversicherung soll entfallen
CSU legt Modell für Krankenversicherung vor

CSU-Chef Stoiber legt einem Medienbericht zufolge am Montag ein eigenes Modell zur Reform der Krankenversicherung vor. Darin schlage er ein zehnstufiges Beitragssystem vor, hieß es.

HB BERLIN. Nach monatelangem Streit mit der CDU legt die CSU einem «Spiegel»-Bericht zufolge nun ein eigenes Konzept zur Reform der Krankenversicherung vor. Das Magazin berichtete am Samstag vorab, das Modell sehe vor, dass Geringverdiener künftig deutlich niedrigere Kassenbeiträge zahlen als Wohlhabende.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und seine Sozialministerin Christa Stewens (beide CSU) wollen das Konzept am Montag präsentieren. Wie das Magazin berichtete, werde darin die von CDU-Chefin Angela Merkel vorgeschlagene einheitliche Gesundheitsprämie abgelehnt.

Vorgeschlagen werde hingegen ein Stufentarif mit insgesamt bis zu zehn Beitragsklassen. Als Mindestbeitrag zur Krankenkasse seien 50 Euro monatlich geplant. Topverdiener sollen demnach etwa 500 Euro im Monat zahlen. In welche der Klassen ein Versicherter eingestuft werde, hänge überdies vom Haushaltseinkommen ab. Die kostenlose Mitversicherung von nicht berufstätigen Ehepartnern falle weg. Stattdessen werde Mann und Frau das gemeinsame Haushaltseinkommen je zur Hälfte zugerechnet.

In dem Bericht heißt es weiter, die CSU wolle den bisherigen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung festschreiben und an die Beschäftigten auszahlen lassen. Anders als bei der von Merkel propagierten Gesundheitsprämie sollen darauf keine Steuern anfallen.

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