Fehlzeiten
Arbeitnehmer melden sich wieder häufiger krank

Nach dem historischen Tief des Jahres 2004 hat die Erkältungswelle im Winter den Krankenstand in den Betrieben wieder leicht steigen lassen. Unterschiede gibt es dabei zwischen Ost und West sowie zwischen Frauen und Männern.

HB BERLIN. Die Arbeitnehmer fehlten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im ersten Halbjahr 2005 im Durchschnitt 3,57 Prozent der Sollarbeitszeit. „Der Anstieg geht auf erkältungsbedingte Fehlzeiten im Februar und März zurück“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Dennoch sei es seit Beginn der Statistik 1970 der zweitniedrigste Halbjahreswert - unterboten vom ersten Halbjahr 2004 mit 3,33 Prozent.

Der Krankenstand war im vergangenen Jahr mit 3,37 Prozent auf einen historischen Tiefstand gesunken. Im ersten Halbjahr 2005 waren die Arbeitnehmer in Ostdeutschland mit 3,63 Prozent der Soll-Arbeitszeit häufiger krank als ihre westdeutschen Kollegen mit 3,55 Prozent. Frauen fehlten seltener als Männer. Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ entspricht die Fehlquote im ersten Halbjahr 2005 insgesamt 3,9 Arbeitstagen.

Die Fehlzeiten erreichten im März mit 4,99 Prozent den höchsten Stand im ersten Halbjahr - in Ostdeutschland waren es 5,04 Prozent, im Westen 4,98 Prozent. Sie kletterten damit um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den Monaten Januar, April und Mai lagen die Fehlzeiten mit 2,57 bis 3,46 Prozent unter den Werten des Vorjahres. Im Januar war der Krankenstand mit 2,57 Prozent am niedrigsten in den ersten sechs Monaten - das entspricht einem Minus von rund zehn Prozent.

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