Fischer fordert die Stärkung der Reformkräfte in der arabischen Welt
Fischer: «Grundwerte im Kampf gegen Terror beachten»

Außenminister Fischer hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung des Terrorismus die Grundwerte zu verletzten. Dies würde den Sieg für die Terroristen bedeuten.

HB BERLIN.

Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat gemahnt, im Kampf gegen den Terrorismus niemals die Grundwerte in Frage zu stellen. Zu diesen gehöre auch das Völkerrecht, sagte Fischer zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September in der «Bild am Sonntag». Alles andere sei ein Triumph für die Terroristen. Der Terror sei eine «globale Herausforderung», die uns «wahrscheinlich über Jahrzehnte in Atem halten wird», sagte Fischer weiter. Beim Schulmassaker im russischen Beslan seien «beinahe die letzten Grenzen gefallen», sagte Fischer. «Diese Barbarei bedroht nicht nur unsere Kultur und Zivilisation, sondern alle Menschen.»

Mit Blick auf die Ankündigung Russlands, gegen Terroristen in aller Welt vorzugehen, mahnte der Außenminister: «Bei allen verständlichen Gefühlsregungen dürfen wir die Vernunft im Kampf gegen den Terror nicht ausschalten.» Allerdings habe Russland, wo die Menschen unter dem Eindruck schrecklicher Bilder stünden, jetzt Anspruch auf Solidarität.

Um den Kampf gegen den Terror zu gewinnen, müsse man alle Reformkräfte in der muslimisch-arabischen Welt stärken, so Fischer. Nach der Wahl in den USA müsse die entsprechende Initiative der G8-Staaten vorangetrieben werden.

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