Flagschiff
"Gorch Fock" soll bleiben

Trotz Mängel in der Dienstaufsicht und Fehlverhalten der Schiffsführung an Bord der „Gorch Fock“: Das Verteidigungsministerium plädiert für einen Erhalt des Segelschulschiffs. Kommandant Schatz kommt nicht zurück.
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BerlinTrotz schwerwiegender Mängel im Dienstalltag soll die „Gorch Fock“ aus Sicht des Verteidigungsministeriums Ausbildungsschiff der Marine bleiben. Das geht laut Medienberichten aus einem Bericht des Ministeriums hervor. Man sei zuversichtlich, dass „die „Gorch Fock“ auch weiterhin ihren Auftrag als Segelschulschiff der Deutschen Marine erfüllen wird“, heißt es darin. Das Ministerium kritisiert allerdings Fehlverhalten der Schiffsführung. Kommandant Norbert Schatz, der Anfang des Jahres zunächst abgesetzt worden war, kommt dem Papier zufolge auf eigenen Wunsch nicht zurück.

Der Kommandant habe durch sein Führungsverhalten nicht für widerspruchsfreie, verlässliche und klare Vorgaben an Bord gesorgt, moniert Marineinspekteur Axel Schimpf in seiner Entscheidung zur Havarieverhandlung der Marine. Diese sowie Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft liegen dem ersten zusammenfassenden Bericht des Ministeriums zur „Gorch Fock“-Affäre zugrunde.

Die Affäre war durch den tödlichen Unfall einer Kadettin ausgelöst worden. Es ging um Vorwürfe der Schikane und unwürdige Rituale. Mit der Bewertung durch das Verteidigungsministerium, die am Mittwoch noch einmal Thema im zuständigen Ausschuss des Bundestages ist, dürfte der Fall nun weitgehend abgeschlossen sein.

Das Ministerium stellt in dem Papier auch eine mangelnde Dienstaufsicht über einen längeren Zeitraum fest. Schatz habe nach einer Unterredung mit Schimpf selbst darum gebeten, nicht wieder eingesetzt zu werden. Seine Absetzung durch den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) war massiv kritisiert worden. Guttenberg hatte die Affäre zur Chefsache gemacht, sein Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) stufte sie herab.

Für die künftige Ausbildung der Offiziersanwärter werden laut Ministeriumsbericht eine Reihe von Änderungen angeordnet. Die jungen Kadetten sollen erst nach sechs Monaten auf die „Gorch Fock“ und statt bisher sechs Wochen künftig sieben Wochen dort bleiben. Insgesamt misst das Ministerium der Ausbildung aber einen hohen Wert bei, besonders für die Teambildung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mangel, Fehlverhalten und 1 Tote durch den Kapitän( er trägt für die Mannschaft die Verantwortung ). Warum steht er noch nicht vor Gericht????

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