Flüchtlinge in Deutschland
Im März so wenig neue Migranten wie lange nicht

Die Kanzlerin plädiert in der Flüchtlingskrise weiter für eine europäische Lösung. Unbestreitbar ist jedoch, dass auch Deutschland von der Schließung der Balkanroute profitiert. Es reisen weit weniger Flüchtlinge ein.

BerlinIn Deutschland kommen durch die weitgehende Abriegelung der Balkanroute so wenige Flüchtlinge an wie seit Monaten nicht mehr. Bis Mitte März reisten 3708 Migranten ein, wie aus Zahlen der Bundespolizei hervorgeht. Im Schnitt waren dies 247 Flüchtlinge pro Tag. Am Dienstag seien bundesweit 83 Personen und in Bayern 41 Menschen illegal über die Grenze gekommen, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch in Potsdam. Dies war der niedrigste Wert in diesem Jahr. In Bayern trafen im März den Angaben zufolge bislang 3023 Migranten ein, also rund 200 pro Tag.

Bis zum 15. Februar waren zum Teil jeden Tag noch mehr als 2000 Flüchtlinge in Deutschland eingereist. Nach diesem Datum fiel die Zahl zunächst auf unter 900 Personen pro Tag, seit fast drei Wochen Tagen übersteigt sie die 600er-Marke nicht mehr.

Im gesamten Februar waren nach den Zahlen der Bundespolizei, die auf Kontrollen an den Grenzen beruhen, 38.570 Asylsuchende eingereist – das waren im Schnitt 1330 pro Tag. Im Januar zählte die Behörde 64.700 Neuankömmlinge, im Schnitt also 2086 pro Tag.

Im Sommer und Herbst 2015 waren über viele Wochen sogar Tag für Tag 7000 Flüchtlinge und mehr angekommen.

Mehr Neuerfassungen für Januar und Februar weist die Easy-Datenbank der Länder aus, die auf Registrierungen in Erstaufnahmezentren beruhen. Das ist vor allem auf nachträgliche Registrierungen zurückzuführen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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