Flüchtlinge
Streit um das gesicherte Bleiberecht

PremiumIm Zwist um Integration und Abschiebungen geraten engagierte Unternehmen zwischen die Fronten. Sie vermissen Rechtssicherheit, ob Beschäftigte und Azubis bleiben dürfen. Das hat durchaus unerwünschte Folgen.

BerlinDie Allgäuer Privatbrauerei Clemens Härle beschäftigt 30 Mitarbeiter. Darunter sind vier Flüchtlinge aus Gambia und Syrien, die im Lager arbeiten oder Leergut sortieren. Geschäftsführer Gottfried Härle hat sie angelernt, ihnen Sprachkurse finanziert, und er zahlt ihnen knapp zwei Euro mehr als den gesetzlichen Mindestlohn.

Sich zu engagieren ist für Härle Ehrensache. Vor fünf Jahren war er sogar im Kanzleramt zu Gast, um in einer Runde mit Angela Merkel über werteorientierte Unternehmensführung zu diskutieren. Doch nun fürchtet der Brauer, dass seine Mühen umsonst waren und die neuen Kollegen nicht bleiben dürfen: „Für uns wäre es ein Problem, wenn diese inzwischen...

 
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