Flüchtlinge, Terror, Euro-Krise
Die Deutschen fürchten sich vor dem neuen Jahr

Die „German Angst“ ist zurück – zumindest wenn es nach einer GfK-Umfrage geht. Denn die zeigt: Die Mehrheit der Deutschen blickt mit Angst auf das kommende Jahr. Die Gründe dafür sind vielseitig.

HamburgErstmals seit Jahren blickt die Mehrheit der Deutschen nach Umfragen eher mit Angst als Zuversicht auf das kommende Jahr. In einer repräsentativen Studie stellte das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen einen starken Stimmungsumschwung im Vergleich zu den Vorjahren fest. Während sich 55 Prozent der im November Befragten angsterfüllt zeigten, waren es im Vorjahr nur 31 Prozent. Der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt, sprach von einer Rückkehr der „German Angst“.

Reinhardts Kollege Horst Opaschowski bestätigte am Mittwoch: „Die Stimmung kippt. Die „German Angst“ kommt wieder.“ Er beruft sich dabei auf eine repräsentative Befragung des Ipsos-Instituts von Anfang Dezember. Demnach sieht jeder zweite Deutsche dem kommenden Jahr „mit großer Skepsis und gemischten Gefühlen“ entgegen. Der Anteil der Pessimisten stieg von 27 Prozent im vergangenen Jahr auf 50 Prozent.

Der Anteil der Optimisten sank dagegen drastisch. Nur 18 Prozent der 1000 Befragten stimmten dem Satz zu: „Dem kommenden Jahr sehe ich mit großer Zuversicht und Optimismus entgegen.“ Vor einem Jahr hatten sich noch 45 Prozent als Optimisten bekannt. Der Rest der jetzt Befragten konnte sich nicht entscheiden. Als Antwortmöglichkeiten gab es nur die Wahl zwischen „großer Zuversicht“ und „großer Skepsis“.

Als mögliche Ursache für das Ergebnis nannten beide Zukunftsforscher vor allem die Flüchtlingskrise und die jüngsten Terroranschläge, wobei in den Erhebungen nicht nach den Gründen für die Sorgen der Bürger gefragt worden war. „Die gegenwärtige humanitäre Krise und die zunehmende Angst vor Terroranschlägen hat die Bevölkerung tief verunsichert und lässt sie an einer positiven Zukunft zweifeln“, erklärte Reinhardt.

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