Förderhöhe, Förderzeitraum und Grenzwerte sind bei Dieselfiltern noch unklar
Zulieferer können Bedarf an Dieselfiltern nicht decken

Der Sauerländer Automobilzulieferer HJS geht davon aus, dass der Bedarf an Nachrüst-Partikelfiltern für Diesel-Pkw nicht gedeckt werden kann.

HB MENDEN. Nach einer Einigung über Förderhöhe, Förderzeitraum und Grenzwerte würden die „Unternehmen bis unter die Decke produzieren“, sagte HJS-Verkaufsleiter Christian Renfordt am Dienstag der dpa.

Bislang stehe die Mendener Firma aber noch in den Startlöchern, weil diese Rahmenbedingungen noch nicht klar seien. „Wir müssen den Autofahrern garantieren, dass unsere Filter auch den Richtlinien entsprechen“, sagte Entwicklungschef Reinhard Kolke. Wirtschaftlich rechne sich nach HJS-Einschätzung die Nachrüstung von etwa der Hälfte der gegenwärtig rund 9,1 Millionen Diesel-Pkw auf deutschen Straßen.

Die Autobesitzer müssten für den Filter inklusive Einbau mit rund 650 Euro rechnen, sagte Kolke. HJS könnte nach einer Einigung über die Förderung „kurzfristig mehrere Zehntausend Nachrüst-Filter auf den Markt bringen.“ Das Unternehmen hat einen Produktionsstart im zweiten Halbjahr 2005 anvisiert.

Nachholbedarf sieht HJS auch bei Diesel-Lastwagen und Omnibussen. „Aber so lange so etwas nicht vorgeschrieben ist, macht da auch niemand was“, sagte Renfordt. HJS bietet ein Nachrüst-Filtersystem an, dass den Partikelausstoß von Bussen um 90 Prozent reduziert. Es seien aber erst rund ein Viertel der 42 000 Busse im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland mit Filtern ausgerüstet. „Jede Kommune, die es ernst meint, sollte auch ihre Busse mit Filtern ausrüsten“, sagte Kolke. „Man kann nicht erwarten, dass die Autofahrer auf den öffentlichen Personennahverkehr umsteigen, und dann ist der Bus dreckiger als der Wagen, der in der Garage steht.“ Insgesamt sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes rund 85 000 Busse in Deutschland zugelassen.

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