Fondsmodell
Koalitonseinigung bei Mitarbeiterbeteiligung rückt näher

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Hoffnungen auf eine baldige Einigung der Großen Koalition auf ein Modell zur Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen neue Nahrung gegeben. In einem „Stern“-Interview signalisierte die CDU-Vorsitzende, dass sie bereit sei, auch eine Fondslösung mitzugehen, wie sie die SPD anstrebt.

HB BERLIN. Auf die Frage, ob sie eine solche Lösung akzeptieren könnte, sagte sie: „In einem bestimmten Umfang ja, wenn es eine gewisse Bindung an den eigenen Betrieb oder eine Gruppe von Betrieben gibt, damit die Beteiligung nicht völlig entkoppelt wird.“ Ohne eine solche Kopplung käme man in die Nähe des normalen Sparens über Fonds.

Die SPD hatte einen Deutschlandsfonds vorgeschlagen, an dem sich die Arbeitnehmer beteiligen könnten und der weniger anfällig für Krisen von Einzelunternehmen sein sollte. Merkel erklärte, sie gehe davon aus, dass die Koalition eine Lösung finden werde. „Ich will das auch deshalb, weil die Teilhabe an Kapitaleinkünften sehr viel bessere Renditen verspricht als sie allein durch Lohnsteigerungen zu erreichen wäre.“

Die Union plädierte in der Diskussion über eine Mitarbeiterbeteiligung bislang für direkte Engagements der Arbeitnehmer an ihren Betrieben. Allerdings hatten in den letzten Monaten bereits verschiedene Unionspolitiker die Bereitschaft erkennen lassen, sich auch mit spezifischen Fondslösungen, etwa im regionalen oder branchenbezogenen Rahmen, zu arrangieren.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion Ralf Brauksiepe sagte der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, mit einer Einigung zu diesem Thema sei im Januar oder Februar nächsten Jahres zu rechnen.

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