Forsa-Umfrage
AfD steuert zehn Prozent an

Die AfD geht gestärkt in die anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen. Laut einer Umfrage ist die Partei bundesweit inzwischen fast so stark wie Linke und Grüne. Und der Trend zeigt weiter nach oben.
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BerlinDie AfD setzt nach dem Einzug in den sächsischen Landtag und wenige Tage vor den Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg ihren Höhenflug fort. In der am Mittwoch veröffentlichten bundesweiten Forsa-Umfrage

für den „Stern“ und RTL legt die Alternative für Deutschland 2 Prozentpunkte zu und kommt jetzt auf 7 Prozent. Auch die Unionsparteien CDU/CSU gewinnen im Vergleich zur Vorwoche einen hinzu und liegen jetzt bei 42 Prozent, während die SPD einen verliert und nun 23 Prozent hat.

Auch die Linken und die Grünen büßen jeweils einen Punkt ein und fallen auf 9 Prozent, die FDP bleibt bei 3 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 26 Prozent.

„Die AfD ist keine Protestpartei“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“, „sie wird gewählt von einem Milieu, das man als rechtspopulistisch bis rechtsradikal identifizieren kann“. Anfällig für ein solches Weltbild seien etwa zehn Prozent der Wahlbürger. „Die gehen zeitweilig entweder gar nicht wählen oder parken ihre Stimmen bei anderen Parteien, auch, aber nicht nur, bei der Union - bis es wieder eine für sie attraktive Partei auf der rechten Seite gibt.“

Da die AfD nach der Sachsen-Wahl salonfähig geredet worden sei, obwohl sie nicht mehr Stimmen bekommen habe als bei der Bundestags- und der Europawahl zuvor, werde sie jetzt wohl auch in die Landtage von Thüringen und Brandenburg einziehen.

Kommentare zu " Forsa-Umfrage: AfD steuert zehn Prozent an"

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  • Ich wähle die AFD nicht. Sie ist mir auf wirtschaftlichem Gebiet zu wirtschaftsliberal. Ich finde es aber auch nicht richtig, dass Güllner eine patriotisch gefärbte, wertkonservative Partei wie die AFD
    in die rechtspopulistische Eckt drängt. Die AFD kommt in ihren Mentalitäten der CDU der späten 1960-er beziehungsweise frühen 1970-er Jahre nahe. Das mag manchem zu miefig erscheinen. Ehrenrührig-undemokratisch ist es indes nicht.

  • Heute morgen Forsa im Stern: AfD im Bund bei 7%! Forsa Chef Güllner - ein Name , den man sich quasi riechend merken kann - hat wieder mal seinem Namen alle Ehre gemacht und kurzer Hand alle AfD Wähler und solche, die es werden wollen, zu Rechtsradikalen abgestempelt. In der "illustrierten Bildzeitung" namens Stern verschüttet er wöchendlich sein namensgebendes Produkt über ihm missliebige Parteien und deren Anhänger in der Hoffnung, dass sich entsprechende Flecken auf deren Westen zeigen. Es versteht sich von selbst, dass Herr Güllner seit Jahrzenten einer linkspopulistischen Partei mit Ausfransungen am linken Rand in den Linksextremismus - Frau Schwesig, SPD, finanziert aus Steuermitteln die Polizisten krankenhausreif schlagende Antifa, die Hamburger Bezirksamtsleiterin Melzner, SPD, sponsert einen Hausbesetzerkongress in Hamburg durch freundliche Quartiergewährung - angehört. Diese Hetze gegen die AfD und ihre Wähler dient allein dem Zweck, einen Einbruch von Vernunft und Sachlichkeit in die deutsche Polit - und Medienszene zu verhindern, wie es durch die AfD gerade versucht wird und in Ansätzen auch schon gelungen ist. Leuten wie Güllner aus den etablierten Parteien und aus den von diesen seit Jahrzehnten beherrschten Medien ,könnte eine starke AfD das muntere Geldverdienen erschweren und die bequemen Hängemattenjobs vermiesen. Sie erkennen die Bedrohung ihrer Pfründe und schlagen verbal - leider auch manchmal schon real durch ihre Strassenkampfhilfstruppe Antifa - um sich. Das stärkt und festigt die AfD, siehe Wahlergebnisse am kommenden Sonntag

  • Das Schwingen der Nazi-Totschlags-Keule gegen die AfD fäält auf die großen und etablierten Parteien selber zurück. Denn der Bürger merkt nur zu deutlich, daß er von denen nur angelogen wird. Woe kann Merkel vor der Wahl gegen die Maut reden und jetzt von einem - Unfähigkeit bewußt ausgewählt!- Minister Maut ausarbeiten lassen? Soweit der Fall C*U. Nun SPD: Wie kann ewin führendes Mitglied (Münte) beleidigt sein, an Wahlversprechen erinnert zu werden? Und sowas und ähnliches kann man allen bisherigen Bundestagsparteien vorwerfen. Alle haben außer die eigenen Altersversorgung aufzustocken nichts getan, was Deutschland nutzt. Kein Wunder, daß sich bei soviel heißer Luft die Erde erwärmt (das ist wahr, wie es das grüne Baumsterben es war)

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